Was ist nur mit den Leuten los?

Der Schauspieler des Jahres Guido Lambrecht spricht über seine Doppelrolle in Michel Houellebecqs «Serotonin» – und assoziiert dabei persönliche Geschichten

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Nachdem Guido Lambrecht bereits in der Mai-Ausgabe von «Theater heute» eingehend von Christian Rakow porträtiert wurde, haben wir den Schauspieler des Jahres nach den autobiografischen Texten gefragt, die er in die Adaption von Michel Houellebecqs «Serotonin» eingebracht hat. Doch diese Texte, erklärte Guido Lambrecht am Telefon, existieren nicht als vollständiges Skript. Also haben wir etwas anderes probiert und dem Schauspieler drei Fragen per E-mail gestellt, die er mit sanfter, manchmal melancholischer und doch lebhafter Stimme in Audio-Files beantwortet hat.

Im Folgenden lesen Sie das Transskript.

1. Was hat Michel Houellebecqs Roman «Serotonin» bei Ihnen persönlich ausgelöst, und wieso haben Sie angefangen, eigene Lebenserinnerungen aufzuschreiben und einzuflechten?
Grundsätzlich lese ich den Autor sehr gerne, weil er einfach unterhaltsam ist. Und dann passieren einem beim Lesen oft extreme Dinge: Man wird zum Voyeur gemacht, man möchte sich abwenden, man ist erschrocken, man ist fasziniert, angezogen. Sein Witz schlägt solche Haken, man spürt immer Autor und fiktive Person. Gerade bei «Serotonin» wie auch bei «Die Möglichkeit einer Insel» habe ich stark darüber nachgedacht, ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Höhepunkte des Jahres, Seite 16
von Guido Lambrecht

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