Wie ein roter Faden ...
... zieht sich Wolfram Lotz’ Kolonialismus-Groteske «Die lächerliche Finsternis» durch die diesjährige Kritikerumfrage.
Nicht nur waren sich mehr Kritiker als jemals zuvor, nämlich 27, einig, dass dies das deutschsprachige Stück des Jahres ist (zweitplatziert folgt mit 4 Stimmen Ewald Palmetshofers «die unverheirate»), 8 Kollegen machten auch Dusan David Parizeks Inszenierung des Lotz-Stückes als Weiberspektakel am Burgtheater zur Inszenierung des Jahres (gefolgt von Frank Castorfs verbotenem «Baal», Herbert Fritschs «der die mann» und Susanne Kennedys «Warum läuft Herr R. Amok?» mit je vier Stimmen).
Auch Parizeks zur Pause kleingehäckseltes Bühnenbild zur «Lächerlichen Finsternis» ist als Bühnenbild des Jahres mit 4 Stimmen gleichauf mit Katrin Nottrodts Bunker für Karin Henkels «John Gabriel Borkman» am Hamburger Schauspielhaus und mit Aleksandar Denics verschachteltem Dschungel-Bordell für Castorfs «Baal».
Wesentlich deutlicher fällt das Votum für die Kostüme des Jahres aus: Sie entwarf zum dritten Mal in Folge Victoria Behr und bekam 12 Stimmen für ihre Mad-Men-Anzüge in Herbert Fritschs Volksbühnen-Inszenierung von «der die mann» nach Konrad Bayer, 1 Stimme für den ...
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Theater heute Jahrbuch 2015
Rubrik: Die Höhepunkte des Jahres, Seite 156
von
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