Widerstand zwecklos

Gob Squad «My Square Lady» an der Komischen Oper Berlin

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Es gibt wirklich großartige Momente. Zum Beispiel, wenn unverhofft in der Tiefe der Bühne ein auratisches Zimmer erscheint und dann in stiller Absurdität hinter dem Geschehen vorbeizieht. Oder wenn ausgerechnet der Universitätspro­fes­sor Manfred Hild vom Forschungslabor Neurorobotik der Beuth Hochschule für Technik Robbie Williams «I just wanna feel» covert. Oder ein kleiner Roboter beim großen Opern-Finale ziemlich unbeholfen im Rampenlicht steht.

Oder wenn der Performer Sean Patten kurz nach der Pause die entscheidende Frage des Abends in den Opernhimmel schreit: «Was tun wir eigentlich hier?» Laut Programmheft der Komischen Oper, mit der das gewöhnlich am HAU und der Volksbühne beheimatete Kollektiv Gob Squad im Rahmen einer Doppelpass-Förderung der Kulturstiftung des Bundes kooperiert hat, wollte das ambitionierte Inklusionsprojekt «My Square Lady» einem humanoiden Roboter vermitteln, «was es heißt, menschliche Gefühle zu empfinden, sie auszudrücken und bei anderen hervorzurufen». Zwei Jahre lang haben Forscherteam und Kunstkol­lektiv mit ihrer Eliza Doolittle alle Gewerke des «Kraftwerks der Gefühle» (Opernhaus) durchlaufen und dessen Mitarbeiter befragt. Diese Begegnungen ...

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Theater heute Oktober 2015
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Anja Quickert

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