What if?
Die Leute, die man am ersten Tag in der Uni trifft, bleiben für immer deine Clique»: Bei Lars Werners neuestem Stück sind das Silvio, ein weißer deutscher Mann aus Frankfurt; Roya, eine deutsche Journalistin of Color; Marin, ein weißer Mann (möglicherweise aus Köln) und Lou, eine Gender-non-konforme Wissenschaftler:in und Ak -tivist:in aus Tschechien. Das erste Mal getroffen haben sich die vier im Hörsaal der Uni Heidelberg – und seitdem sind sie eben, nun ja, eine Clique. Eine Clique, die sich jedes Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag trifft und ihre Freundschaft feiert.
Eine Clique, die nicht immer einer Meinung ist, damit aber auch irgendwie klarkommt. Eine Clique, die bei Silvios Hochzeit fundamental aneinandergerät – und eine Clique, die sich trotz allem wieder trifft, auch wenn die Basis ihrer Freundschaft unwiderruflich zerrüttet scheint. «Manche Freunde werden im Rückblick besser. Andere nicht.»
Damals, im Studium, haben sie lachend und vermutlich leicht ironisch gesagt. «Wir kennen uns erst, wenn wir wissen, was wir wählen.» Damals waren sie alle irgendwie links, waren alle irgendwie Aktivist:innen, waren sensibilisiert und politisiert. Jetzt, am ersten Weihnachtsfeiertag ...
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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Neue Stücke, Seite 162
von Lene Grösch
Wenn ich mit Kollegen aus der «Kunstblase» in verschiedenen Ländern darüber spreche, wie lange die Emanzipation der Ukrainer vom imperialen Einfluss Russlands dauert, treffe ich seltener auf Ablehnung oder Unverständnis als auf eine unaussprechliche Schwere und Trauer. Eine unsagbare geistige Trägheit. Heißt das, dass man alles neu lernen muss, das Brillenglas...
Theater heute Um gleich auf die tieferen Verbindungen zwischen Wien und Wiesbaden zu kommen: Die meisten von Ihnen kennen sich schon recht lange, oder? Stefan Bachmann und Thomas Jonigk sind seit über 30 Jahren ein Team …
Thomas Jonigk … seit 1992, glaube ich …
Beate Heine Thomas und ich kennen uns auch seit den 1990ern!
TH Hilft das bei der Arbeit, das...
Sie ist schon da, als sich die Türen des Zuschauerraums öffnen. Sie streift, während das Publikum jetzt langsam hereinkommt, an der Rückwand des leeren Bühnenhauses entlang, sie streift hin und her, kaum zu erkennen im Halbdunkel, scheinbar ruhelos – und doch hochkonzentriert. An den hohen Wänden verlaufene schwarz-graue Tusche, irgendwo auf der Bühne ein Haufen...
