What if?
Die Leute, die man am ersten Tag in der Uni trifft, bleiben für immer deine Clique»: Bei Lars Werners neuestem Stück sind das Silvio, ein weißer deutscher Mann aus Frankfurt; Roya, eine deutsche Journalistin of Color; Marin, ein weißer Mann (möglicherweise aus Köln) und Lou, eine Gender-non-konforme Wissenschaftler:in und Ak -tivist:in aus Tschechien. Das erste Mal getroffen haben sich die vier im Hörsaal der Uni Heidelberg – und seitdem sind sie eben, nun ja, eine Clique. Eine Clique, die sich jedes Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag trifft und ihre Freundschaft feiert.
Eine Clique, die nicht immer einer Meinung ist, damit aber auch irgendwie klarkommt. Eine Clique, die bei Silvios Hochzeit fundamental aneinandergerät – und eine Clique, die sich trotz allem wieder trifft, auch wenn die Basis ihrer Freundschaft unwiderruflich zerrüttet scheint. «Manche Freunde werden im Rückblick besser. Andere nicht.»
Damals, im Studium, haben sie lachend und vermutlich leicht ironisch gesagt. «Wir kennen uns erst, wenn wir wissen, was wir wählen.» Damals waren sie alle irgendwie links, waren alle irgendwie Aktivist:innen, waren sensibilisiert und politisiert. Jetzt, am ersten Weihnachtsfeiertag ...
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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Neue Stücke, Seite 162
von Lene Grösch
Um sich eine Menge Ärgernisse zu ersparen, nutze ich diese Textfläche im schönen Theaterheute-Jahrbuch, um meine Erfahrungen zum Thema schwanger sein als Schauspielerin zu teilen. Denn: Sichtbarkeit ist eine Währung, die höher ist als die nächste NV-Bühne-Gagen-Erhöhung.
«Oh du bist schwanger, das ist aber toll. Herzlichen Glückwunsch! Ohhh, du spielst aber gerade...
Theater verteidigen mit einem partizipativen Ansatz nicht nur meine oder unsere Rechte (also die Rechte von BPoCs bzw. allen Menschen, die gruppenspezifischen Diskriminierungen ausgesetzt sind), sie verteidigen die Demokratie im Allgemeinen.
Zwischen 20 und 30 Prozent der Deutschen wählen rechtsextrem.
Deshalb gehen seit dem Bekanntwerden der «Remigrationspläne»...
Jacob McNeal ist das Paradebeispiel für den sprichwörtlichen alten weißen Mann und ein Prototyp für eine heute zunehmend als toxisch gebrandmarkte Männlichkeit. Diese mag zwar im Aussterben begriffen sein, ist aber immer noch voller Schaffenskraft und für – auch positive – Überraschungen gut.
Jacob McNeal entspringt der Fantasie des Autors Ayad Akhtar, der ihn uns...
