Weniger für mehr
Nein wirklich, was die Klimabewegung betrifft, waren die Theater in den Anfängen nicht gerade vorn mit dabei. Während gesellschaftliche Themen wie #MeToo, struktureller Rassismus, Klassismus, Diversität und Inklusion rascher aufgegriffen wurden, haben die Häuser in puncto Klimaschutz eher etwas länger geschlafen als viele Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und sogar der Politik.
Doch allmählich kommen die Dinge auch hier ins Rollen.
Immerhin gibt es seit Anfang 2021 (den Auftakt setzte damals die von der Körber Stiftung ausgerichtete Veranstaltung «Theater klimaneutral?») das «Netzwerk Theater und Nachhaltigkeit» sowie eine an den Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) angegliederte Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Beide haben sich im Herbst 2021 zu der Initiative «Performing for Future» zusammengeschlossen, eine Graswurzelbewegung unterschiedlichster Berufsgruppen, die sich – rein ehrenamtlich, versteht sich – als agents provocateurs einer um -fassenden Transformation in Richtung Klimaneutralität in allen Bereichen der Darstellenden Künste verstehen. Inzwischen veröffentlicht auch das Berliner Theatertreffen seine Klimabilanz, sendet Green Ambassadors aus, und die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute 7 2022
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Silvia Stammen
Schon bemerkenswert: Gut 180 Jahre lang kümmert sich mehr oder weniger niemand hierzulande um diesen Text. Und kaum behandelt ihn die «FAZ» in der Reihe «Spielplan-Änderung!» als eines der «Stücke, die das Theater braucht», da setzt geradezu ein Wettrennen ein: 2019 erschien besagter Zeitungsbericht, im März 2021 sollte es in Karlsruhe die deutsche Erstaufführung...
Es sind krasse Gegensätze, die sie in ihren Figuren zu vereinen weiß: etwa eine wunderliche Kindlichkeit, Unschuld, auch Unterwürfigkeit auf der einen Seite und eine gewisse Durchtriebenheit, lebenserfahrene Reife und Selbstbestimmtheit auf der anderen.
Agnes Sorel in Schillers «Jungfrau von Orleans» ist so eine Figur, der die junge Schauspielerin Vassilissa...
Ein internationales Festival wollen die Ruhrfestspiele sein. Und das können sie nun endlich wieder, nach dem Ende der coronabedingten Beschränkungen. Die internationalen Produktionen, die teilweise schon vor zwei Jahren gezeigt werden sollten, nun sind sie da. William Kentridge, Romeo Castellucci und Phelim McDermott – drei große Namen im interkontinentalen...
