Was von einer perfekten Pommes übrigbleibt

Fabienne Dür «Gelbes Gold»

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Das ist die Geschichte einer Heimkehr. Wer kennt das nicht, erst einmal sprudeln vor Nostalgie und im zweiten Moment vor der Spießigkeit der unterschiedlichen Rasenmähergeräusche in die Knie gehen. Die Eigenwahrnehmung wird wieder auf Reset gesetzt, zurück in die Kindheit, zurück nach Hause, wo alles beim Alten geblieben ist. 

In Fabienne Dürs «Gelbes Gold» kehrt Ana heim und keiner weiß, was sie in ihrer Heimatstadt eigentlich will. Die Studentin steht kurz vor ihrer letzten Prüfung, hat sich sowas wie eine Auszeit genommen.

Julie, Anas Jugendfreundin, fühlt sich nach wie vor verraten, denn Ana ist damals Hals über Kopf aus der langsam aussterbenden Stadt geflohen. Julie weiß, wie sich ihre Stadt verändert hat, als das halbe Land dem Ausverkauf preisgegeben worden war. Schnell wird klar, dass hier der tote Teil des nicht als sanierungswürdig befundenen Ostens gemeint ist. 30 Jahre nach der Wende stirbt einfach ein Landstrich aus, indem Erinnerungsbauten eines ehemaligen Landes abgerissen werden, ohne an die Schicksale ihrer Bewohner:innen zu denken.

Die Investoren des nächsten Outletcenters scharren derweil schon mit den Hufen. Nachdem Ana also gegangen war, lag plötzlich ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Neue Stücke, Seite 148
von Patricia Nickel-Dönicke

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