Trash ist nicht der Feind

Barbi Markovic «was übrig bleibt haha»

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Ein rätselhafter Todesfall in Wien setzt eine Spurensuche in Gang, die vom zweiten Bezirk bis nach Belgrad führt. In «was übrig bleibt haha» verbindet Barbi Markovic Kriminalgeschichte, Roadmovie und Gesellschaftsporträt zu einer ebenso komisch-grotesken wie verstörenden Erzählung über Herkunft, Zusammenleben und die Strategien, mit denen Menschen sich durch eine von Krisen, Konsum und Dauerablenkung geprägte Gegenwart bewegen.

Die Geschichte beginnt im Wiener Zweiten Bezirk.

Doch Markovics Wien folgt einer eigenen Logik: Hier sind Wohnungen billig, aber nicht nur die Keller verschimmeln. In der Nacht hört man abwechselnd Stöckelschuhe, Spuckgeräusche und Polizeisirenen, und die Coyoten durchwühlen die Mülltonnen. Bellende Männer werden von ihren Müttern an der Leine geführt, ein Zombieschwein lädt sich an der Steckdose auf und verteilt Lebensweisheiten. Das Absurde dient dabei nie bloß dem Effekt, sondern macht gesellschaftliche Verhältnisse sichtbar, die hinter dem vermeintlich Normalen liegen. Die Schauplätze wirken vertraut und fremd zugleich; das Komische kippt jederzeit ins Bedrohliche.

Im Zentrum steht Goca, eine ältere Hausmeisterin, die eines Morgens den Leichnam ihrer ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Neue Stücke, Seite 146
von Annabelle Leschke

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