Was Frauen wirklich wollen

In «Korleput», dem neuen Film von Hangover Ltd., kaufen Frauen mittelgroße Gefühle

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Wie wär’s mit einer Frauenfantasie? Bitte vorstellen: ein gepflegtes Bordell auf dem Lande, von außen kuscheliger Backstein-Gutshof, von innen hippe Szenebar mit Kristallklunkerlampen, Fototapeten und 70er-Jahre-Plastikwandverschalung. Die Nutten: hübsche, mitunter ziemlich schwul und angegriffen ausschauende Männer. Die Freier: attraktive, strenge, auffällig wortkarge Frauen in den besten Jahren. Die Sex-Toys: der Kostümfundus der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Das Berliner Filmkollektiv Hangover Ltd.

, zu dem Christine Groß, Sophie Huber, Ute Schall und Tatjana Turanskyj gehören, haben in ihrem vierten Film «Korleput» den Spieß mit dem käuflichen Sex umgedreht und sich gefragt, was denn wohl wäre, wenn das Puff-Ding andersrum liefe. Das nachvollziehbare Ergebnis: Wenn Frauen schon so hart draufkommen, dass sie den Dienst sich prostituierender Männer in Kauf nehmen, dann sehnen sie sich nicht nach wildem Sex, sondern nach zärtlichen Rollenspielen. Nach Gatten, die der heimkehrenden Abenteurerin ins Ohr flüstern, wie sehr sie sie vermisst haben, nach Priestern, die ihnen beim gemeinsamen Gebet begehrliche Blicke zuwerfen und nach gleich zwei Reitknechten auf einmal, die die ...

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Theater heute Mai 2007
Rubrik: Medien/TV, Seite 66
von Eva Behrendt

Vergriffen
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