Wackel wackel, hyper hyper

Baseler Vibes: Jaz Woodcock-Stewart hebt Tennessee Williams’ «Die Glasmenagerie» auf Vibrationsplatten, Jetse Batelaan verlegt «Es wär so schade wenn du das verpasst» in die Party-Box

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Da stehen diese sieben Vibrationsplatten. Schwarze, knöchelhohe Geräte, deren Oberfläche per Knopfdruck auf der Fernbedienung anfängt zu wackeln. Zu Beginn gibt es Wackelpudding bei Familie Wingfield – und das rote Glibberzeug steht also auf dieser Platte und zuckt ekstatisch hin und her. Ein netter Gag, könnte man denken.

Aber was sich Regisseurin Jaz Woodcock-Stewart und ihre Ausstatterin Rosie Elnile ausgedacht haben, ist weit mehr als ein Gag, denn die Vibrationsplatten spielen quasi die fünfte Rolle in der Inszenierung von Tennessee Williams’ «Die Glasmenagerie» im Schauspielhaus des Theaters Basel. Die Geräte visualisieren zum Beispiel die inneren Zustände derer, die auf ihnen das Gleichgewicht zu halten suchen. Etwa Tochter Laura: Sie kümmert sich liebevoll um die titelgebende Glasmenagerie, ähnelt selbst zerbrechlichem Glas und kann mit den leblosen Tierchen viel besser umgehen als mit ihren Mitmenschen, die ihr allesamt zu nahe rücken. Wenn Laura auf der Platte steht und wackelt, dann zeigt sie auch äußerlich ihren Seelenzustand; innerlich zittert sie ohnehin unablässig wie Espenlaub.

Fragile Beziehungen
Die Platten symbolisieren aber auch die Fragilität menschlicher ...

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Theater heute April 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 15
von Valeria Heintges

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