Vor Gericht

Matthias Naumann «Die Hitze und das Recht» (U) am Badischen Staatstheater Karlsruhe

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Wer trägt die Verantwortung für die Treibhausemissionen? Die Automobilunternehmen oder doch die Verbraucher? Und inwiefern erweisen sich die Ziele des Pariser Abkommens von 2015 als verbindlich? Genießt es überhaupt Gesetzesrang? Mit diesen Spitzfindigkeiten und Finessen beschäftigt sich die deutsche Judikative seit den 1980er Jahren und hat dabei im Laufe der Zeit erstaunliche Urteile gefällt. Man denke nur an das Bundesverfassungsgericht, das mit seinem Spruch zum Klimaschutzgesetz erstmals die sogenannten «intertemporalen Freiheitsrechte» verteidigte.

Demnach ist die Bundesregierung zum Handeln in der Gegenwart verpflichtet, um die Selbstbestimmung der zukünftigen Generationen zu wahren.

Dass sich für die Aufarbeitung jener brisanten Rechtsgeschichte besonders Karlsruhe eignet, liegt auf der Hand. Nicht nur, weil es den Prognosen der Wissenschaft zufolge bald schon die heißeste Stadt Deutschlands werden dürfte, sondern insbesondere, weil es mit den höchsten Bundesgerichten als Stadt des Rechts gilt.

Davon ließ sich offenbar auch das Badische Staatstheater inspirieren. Mit satirisch angelegten Typen wie dem Journalisten, dem Staatssekretär oder der engagierten Anwältin für ...

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Theater heute Juni 2025
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Björn Hayer

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