Von der Würde des Durchwurschtelns
Der eine ist der berühmteste Geldfälscher der Zwischenkriegszeit. Weil der Maler Salomon Sorowitsch von seiner Kunst nicht leben kann, verdient er sein Geld mit falschem Geld. Ein kriminelles Talent, das er notfalls auch in den Dienst der Nazis stellt, obwohl sie ihn, den Juden aus Odessa, ins KZ gesteckt haben. Der andere, Adolf Burger, würde hingegen jedes Opfer bringen, um die Pläne der Nazis zu boykottieren, und nähme dafür selbst den Märtyrertod von Kameraden in Kauf.
Der Dritte schließlich ist selbst ein Nazi und ehrgeizig managender «Menschenführer», der genau weiß, dass man mit Gewalt einiges, mit der richtigen Mischung aus Druck und Belohnung aber noch sehr viel mehr erreichen kann.
Diesen Dritten, den KZ-Kommandanten Friedrich Herzog, spielt Devid Striesow, der zur Zeit in fast jedem guten und besseren deutschen Film aus einer Nebenrolle eine tragende macht. Sein Herzog bleibt bis zum Schluss das Rätsel, das er offenbar auch in der historischen Wirklichkeit war: Noch am Set, erzählt der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky («Die Siebtelbauern», «Anatomie»), hätten sich die Zeitzeugen Burger und Plappler darüber gestritten, ob Herzog «seine Juden» gerettet habe oder ...
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Talente 1
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