Vitaler Überlebensmodus
Welt um sich spüren, nicht nur online, sondern ganz real, mit Menschen aus anderen Kontinenten in einem Raum, ist in diesen Zeiten zu einem kostbaren Gefühl geworden. Ausgiebig Gelegenheit dazu gab es im Herbst noch einmal in München. Wie durch ein Wunder hat das internationale Spielart-Festival in seinem zweijährigen Turnus genau die Lücke erwischt, in der nach dem Abebben der dritten Welle und vor dem Auftauchen der Omikron-Variante internationale Gastspiele wieder möglich waren.
Fast wider Erwarten und trotz diffiziler Herausforderungen mit Visabestimmungen und der Anerkennung unterschiedlicher Impfstoffe bei der Einreise konnten fast alle der 40 geplanten Gastspiele und Produktionen stattfinden. Kuratorin Sophie Becker, die Spielart bereits seit 2008 unter der Leitung von Festivalgründer Tilman Broszat dramaturgisch begleitet und zunehmend durch ihre engen Künstlerkontakte gerade auch im asiatischen und südafrikanischen Raum mitgeprägt hat, kann sich in ihrer ersten allein verantworteten Ausgabe darin bestätigt sehen, vorwiegend auf Präsenzveranstaltungen gesetzt und über Jahre gewachsene Produktionspartnerschaften weiterentwickelt zu haben. Resilienz – ganz basal im Sinne von ...
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Theater heute Januar 2022
Rubrik: Festivals, Seite 48
von Silvia Stammen
Seit zwei Jahren will das Neumarkt kein Theater mehr sein. Jedenfalls nicht im Namen. Nur noch «Neumarkt», bitte. Als «kleinstes Dreispartenhaus der Schweiz» hat das Direktorinnen-Trio Hayat Erdogan, Tine Milz und Julia Reichert dem Theater die Sparten Playground und Akademie beiseitegestellt, jüngst erweitert um das coronabedingt liebgewonnene Digital. Während...
6./DONNERSTAG 20.15, arte: Feuchtgebiete
Spielfilm (Deutschland 2013) nach dem Buch von Charlotte Roche von David F. Wnendt, mit Carla Juri, Axel Milberg, Meret Becker, Christoph Letkowski u.a.
15./SAMSTAG 20.15, ORF: König Ottokars Glück und Ende
Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer, Wiener Burgtheater, März 2006. Inszenierung von Martin Kusej, mit...
Wann hat das eigentlich angefangen, dass aus der Zukunft als Verheißung oder zumindest offen gestaltbarem Raum ein zunehmend unaufhaltsam heranrollender Alptraum geworden ist? Und aus der Gegenwart mit all ihren Krisen und Verlockungen vor allem die Voraussetzung dafür? Mittlerweile stecken wir so tief drin in der Erwartung, dass alles nur noch schlimmer werden...
