Letzter Ausweg Kuschelrobbe
Alexa, Siri, der Roboter Sanbot S1, Kuschelrobben für Demenzkranke: Wir leben längst in einer Welt, in der mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Maschinen zumindest testweise zu Service- und Pflegezwecken eingesetzt werden. Deshalb ist es auch keine große Überraschung, dass sich zunehmend auch Theaterschaffende mit dieser Computertechnik beschäftigen. Jüngst feierte die Theatergruppe Interrobang mit «Deep Godot» beim «Coming of Age»-Festival an den Berliner Sophiensaelen Premiere und lud die Zuschauer:innen ein, Teil eines interaktiven KI-Experiments zu sein.
In eigens im Foyer des freien Theaters aufgestellten Kabinen konnte man mit einem Software-Programm kommunizieren, das einen mit gezielten Fragen auf den eigenen Alterungsprozess und das Sterben vorbereiten sollte. Dass sich die Gruppe für ihre Erforschung der neuen Technik ausgerechnet die letzte Phase des Lebens ausgesucht hat, kommt nicht von ungefähr. Die Menschen in Deutschland werden immer älter, während der Personalmangel im Pflegebereich längst dramatische Züge angenommen hat. Von daher ist es vermutlich auch nur eine Frage der Zeit, bis die elektronischen Helfer in Altersheimen und auf Krankenstationen zum ...
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Theater heute Januar 2022
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Anna Fastabend
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
18. nach Fallada, Kleiner Mann – was nun?
R. Susanne Schmelcher
AACHEN, THEATER
7. Handke, Kaspar
R. Christian von Treskow
13. Günther, Ad Memoriam (U)
R. Ulrike Günther 15. Shakespeare, Ein Sommernachtstraum
R. Roland Hüve
AALEN, THEATER DER STADT
8. Hübner und Nemitz, Furor
R. Tonio Kleinknecht
14. Dordoigne und Durand-Mauptit,...
Kolonialverbrechen, Klassismus, Jugendproteste in Südamerika, das defizitäre Europa – die Spielzeiteröffnung am Schauspiel Dortmund darf als Ansage verstanden werden. Zentral sind Politik, Perspektivwechsel, neue Texte. Und es geht hier grundlegend um die Positionsbestimmung als Künstler:in, als immer noch neues Ensemble um Intendantin Julia Wissert, die 2020...
Tilda rutscht aus, Tilda rutscht ab. Das kann schnell gehen heute, zumal im großstädtischen Niedriglohnmilieu. Im Debütstück des 35-jährigen Berliner Autors Philipp Gärtner widerfährt Tilda die folgende abschüssige Begebenheit: Ein Pizzabote schneidet die Radfahrerin, diese schlittert ins Autoheck, der einzige Zeuge erweist sich als pizzabrotaffin und damit...
