Turbulenzen mit Aufwind
Man könnte Schwarz sehen am Düsseldorfer Schauspielhaus. Auf der Farbskala bühnenästhetischer Vorlieben und bis in die Titel der Produktionen jedenfalls dominiert Schwarz – oder als sein Kontrastmittel Weiß. Für die Generalintendantin Amélie Niermeyer scheint sich die Sicht der Dinge verdunkelt zu haben, nach fünf Jahren wird sie, auf eigenen Wunsch, wie es heißt, ihr Amt niederlegen, um ans Salzburger Mozarteum als Professorin und Leiterin der Abteilung Schauspiel zu wechseln.
Inwiefern Niermeyer mit ihrer autonomen, womöglich der Selbsterkenntnis geschuldeten Entscheidung einer Vertrags-Nichtverlängerung zuvor kam, darüber ließe sich nur spekulieren.
Der Aufsichtsrat des von der Landeshauptstadt und dem Land NRW gemeinsam getragenen Theaters wird Fingerspitzengefühl brauchen, um die Neubesetzung zu regeln, zumal die kommunale Seite mit Kulturdezernent Lohe nicht eben über eine wirkungsmächtige Hand verfügt. Zudem gilt Düsseldorf, zu Recht, bei Theaterleuten als sehr schwierig. (Was nicht mit dem Etat zu tun hat, der ist mit 25 Millionen Euro üppig und wird von vielen Häusern, denen auf Sparflamme in NRW sowieso, geneidet.) Als weiteres Problem kommt die Sanierung des Großen ...
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1.«Alles ist spielbar», hat Jürgen Gosch mal bei einem gemeinsamen Treffen mit Johannes Schütz und mir im Café Lubitsch gesagt. Oder genauer – um ihn vollständig zu zitieren: «Alles ist spielbar, solange es im Text vorkommt.»
Konkret ging es damals wohl darum, wie es wäre, wenn sich ein komplettes Ensemble von Schauspielern in einen Schwarm Vögel verwandelt. Oder...
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«Passionsweg durch die Moderne» hat Brigitte Maria Mayer ihre Auseinandersetzung mit Müllers Text genannt, die sich auf drei Leinwänden in einer Art Filmessay, aber auch in zwei Räumen der Berliner Akademie der Künste abspielt, wo man unter anderem der Malerin Hui Zhang dabei zusehen kann, wie sie Tiepolos Würzburger Fresco «Apollo und die vier Kontinente» kopiert...
