Künstlerkosmos en miniature
Der Vorhang ist gefallen. Schon lange vor Aufführungsbeginn hat ihn Armin Petras für seinen Abschied vom Frankfurter Schauspiel unter Elisabeth Schweeger der Schwerkraft überantwortet. Da liegt das edle Tuch nun in seiner samtroten Pracht, von Olaf Altmann über Rückwand und Boden drapiert, und wird begangen, bespielt, beschlafen und bewässert, statt sauber gehängt Anfang und Ende zu verkünden. Das ist folgerichtig, da auch das Stück, das sich auf ihm ereignet, auf beides verzichten will.
Es geht irgendwo los – in einer Schauspielprobe, und hört irgendwann auf – inmitten einer Aufführung in der Aufführung. Was bei John Cassavetes, auf dessen Film «Opening Night» (1977) der Abend basiert, das Theater im Film ist, ist auf der Frankfurter Bühne das Spiel im Spiel. Selbstreflexionen über Theater und Schauspielerberuf gilt es zu verhandeln, ebenso aber Altersangst, Sterben, Liebesverlust und Einsamkeit, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Petras hat konzentriert und reduziert, sein sechsköpfiges Ensemble springt zwischen den Rollen, ohne aus ihnen zu fallen, und es wird deutlich weniger getrunken und geraucht als im Film.
Sie scheinen dennoch alle ziemlich ungesund zu leben. ...
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Innovation und Kreativität im Doppelpack wirken wie ein Dreamteam», abgesichert durch Bildung ermöglichen beide zusammen den Wandel. Das sagt Jörg Mehlhorn, der Vorsitzende der «Gesellschaft für Kreativität» zum für 2009 auf Initiative der Europäischen Kommission ausgerufenen «Year of Creativity and Innovation» am 4. Mai 2009 in der «Innovationsbeilage» der FAZ....
Die Quellenlage ist beim Mythos immer ein Problem. Zum Beispiel im Fall des Kreterkönigs Idomeneus: Wie war es denn nun, kurz nach dem Fall Trojas in stürmischer Nacht nicht weit der Heimat, als von den 80 Schiffen des Königs 79 ins Seemannsgrab fuhren und Idomeneus selbst dem Wellen- und Donnergott Poseidon das Versprechen gegeben haben soll, als Preis für seine...
Wenn ich nochmal jünger wäre», sagte die damals 52-jährige Gisela Stein 1987 in einem «Theater heute»-Gespräch, «hätte ich versucht, mich zu einer Anarchistin auszubilden», um «diese Gesellschaft, die sich selbst so toll findet in ihrem eigenen Saft», noch anders aufzumischen. Sie sprach auch von ihren Kriterien: «Die Sehnsucht, etwas zu entdecken anhand von...
