Triumph der Freiheit
Als Philipp Löhle einmal aus dem Supermarkt kam, sah er einen Mann mit einem Lama. Nichts Ungewöhnliches, denn es gibt ja schon seit einiger Zeit diese natur- und tierliebenden Menschen, die mit Andenmütze und Kleinkamel ihre Natur- und Tierhalterliebe öffentlich unterstützen lassen und gegen eine kleine Spende jedermann zum streichelnden Mitnatur- und Tierliebhaber befördern. Löhle befiel bei dem Anblick allerdings kein zärtliches Bedürfnis, sondern der spontane Satz: «Greenpeace hat mir mein Lama weggenommen.
» Wenn der Naturschützerverband, der sonst vorzugsweise mit kleinen Schlauchbooten übermächtige Walfänger oder Robbenschlächter angreift, seine Sache ernst meint, müsste er schließlich auch arme Lamas den Händen ihrer Mitleidsvermarkter entreißen. Dergleichen ist zwar noch nicht vorgekommen, aber warum eigentlich nicht?
Wie auch immer – jedenfalls fängt damit ein neues Stück angewandter Kapitalismuskritik an: «Genannt Gospodin» (der vollständige Stückabdruck liegt diesem Heft bei). Dem Titelheld wird sein Betteltier ausgerechnet vom Grünenfrieden weggenommen, was ihn in eine existentielle Krise stürzt. Am Ende muss sich der Kapitalismus zwar nicht zu Tode fürchten, Gospodin ...
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Als wir uns...
