Theatergeschichte: Hegemoniale Strukturen

100 Jahre Theaterwissenschaftliche Sammlung Köln in einem Band

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Unter dem schönen Titel «Dokumente, Pläne, Traumreste» präsentiert der Leiter der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Köln, Peter W. Marx, im Alexander Verlag einen attraktiven, sehr bunt zusammengewürfelten Band zum 100-jährigen Jubiläum der Sammlung. Doch dem Titel werden viele der genderspezifisch und politisch zweifellos korrekt formulierten Textbeiträge von zumeist an der Kölner Universität beschäftigten und für die Sammlung zuständigen Theaterwissenschaft­lern nicht unbedingt gerecht.

Sie machen sicher ihrer Zunft alle Ehre, aber in diesem Jubiläumsband brillieren sie vor allem als ihre Themenfelder abhakende Theorie-Netzwerker. 

Die Notwendigkeit, mit dem Buch doch so etwas wie einen Katalog zu produzieren und mit möglichst verlockenden Abbildungen zum Besuch der Sammlung einzuladen, hat aber doch dazu beigetragen, dass die erstaunlichen «Schätze» ins rechte Licht gerückt werden. Und so kommt im Mit- und Gegeneinander die Eigenart sehr unterschiedlicher Bühnenbildner wie Ludwig Sievert, Ernst Stern, Caspar Neher, Oskar Schlemmer, Teo Otto, John Heartfield, Traugott Müller oder Hein Heckroth zur Wirkung. Gerne betrachtet man auch schöne, höchst originelle Schauspielerfotos ...

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Theater heute April 2020
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Klaus Völker

Vergriffen
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