The Lucky Man

Zum Tod von Arthur Miller (1915–2005)

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Der sonst so coole David Mamet war in seinem Nachruf in der «New York Times» mehr als bewegt. Vor zwanzig Jahren sei er Miller nach einer Vorstellung mit Dustin Hoffman in «Tod eines Handlungsreisenden» begegnet und habe ihm gestanden, die Szene zwischen Biff und Willy sei ihm vorgekommen wie ein Dialog mit seinem Vater.

Nicht sehr originell, das Kompliment, und Miller habe auch nur leicht abwesend gegrinst, aber so sei das eben mit Komplimenten, die man tausendfach gehört habe und die trotzdem stimmten, fährt Mamet fort und legt wie zum Trotz noch eine Extraschippe Pathos nach: Der «Salesman» sei «the great American Domestic Tragedy», und «The Crucible» («Hexenjagd») sei «the American Political Tragedy». 
 

Arthur Miller hatte zeitlebens ein inniges Verhältnis zum amerikanischen Traum. Er hat ihn gelebt, geschrieben und geheiratet (Marilyn Monroe). Geboren wurde er 1915 als Sohn eines emigrierten polnischen Juden, der als Kind aus einem armseligen Dorf bei Lodz nach New York gekommen war, dort die klassische Tellerwäscher-Karriere machte, als armer Zuschneider anfing und bald zum wohlhabenden Textil-Konfektionär aufstieg mit Chauffeur und großem Apartment am Central Park. Dem ...

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Theater heute März 2005
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Franz Wille

Vergriffen
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