Tausende Alternativen

Theater mit und nach Corona. Eine Standortbestimmung

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«… mir fiel andererseits bereits auf, dass zwar viel geschah,
was mir nicht gefiel, aber doch nie genau das, was ich mir
zuvor besorgt ausgedacht hatte. Der Lauf der Dinge überschrieb meine Phantasie unentwegt.»

Dietmar Dath

Als wir vor zwei Jahren eine Version von Natascha Gangls Text «Die große zoologische Pandemie» in unseren Spielplan hineindachten, ahnten wir nicht, dass mit dem Lockdown zwei Wochen nach Probenbeginn des Stücks die Realität in Form der Pandemie einbrechen würde.

Wir verabschiedeten uns für ein Wochenende, daraus wurden dann sieben Wochen, daraus wurde dann: ein Film.

Unser «Haus der Antikörper» wurde in den virtuellen Raum verlegt. Wir waren, wie so viele Künstler*innen, unseres eigentlichen Mediums entzogen und haben andere Mittel gefunden, mit denen wir weiterarbeiten konnten. Den privilegierten Künstler*innen an freundlich weiterzahlenden Häusern gestattete die Pandemie Einblicke in verwandte Genres und so eine Art: Weiterbildung.

«Ihr seid der Wirt. Hier kommt das Virus», schreibt Natascha Gangl in dem vor zehn Jahren entstandenen Text, an dem die Autorin stetig weiterarbeitet und der sich – selbst einem Virus gleichend – in immer weitere Formen und ...

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Theater heute Jahrbuch 2020
Rubrik: Antworten auf die Zukunft, Seite 65
von Marie Bues

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