Sturz durch die Zeit
Zeitreisen sind nichts für engagierte Menschen. Die wollen immer die Welt verbessern, was per se eine gute Sache ist. Aber bitte nicht, niemals, auf gar keinen Fall in der Vergangenheit! Weil, Problem: Jede kleine Veränderung in der Timeline kann dazu führen, dass die Zeitreisende nie geboren wird und folglich kollabieren Logik, Zeit, Raum, Universum.
Nun ist Durga, die Hauptfigur in Mithu Sanyals Roman «Antichristie», kein Mensch, der die Klappe halten, geschweige denn die Timeline in Ruhe lassen könnte.
Sie ist Drehbuch-Autorin und arbeitet eben noch in einem woken Londoner Writers Room an einer antikolonialen Agatha-Christie-Überschreibung. Da fällt sie, schwupps, durch die Zeit – und landet im Jahr 1906 sowie im Körper des jungen Bengalen Sanjeev.
Von da an schwappen die Krimi-Ideen aus Durgas Filmteam aufs Merkwürdigste in Sanjeevs Realität hinüber. Ebenso, wie dessen hitzige Diskussionen mit den Exil-indischen Revolutionären um Vinayak Damodar Savarkar (Luis Quintana), den späteren Begründer des Hindu-Nationalismus, in Durgas Welt.
Regisseur Kieran Joel inszeniert die unfreiwillige Zeitreise von Durga (Maya Alban-Zapata) in seiner Uraufführung am Schauspiel Dortmund als ...
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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Cornelia Fiedler
AACHEN, DAS DA THEATER
26. Koall nach Herrndorf, Tschick
R. Tom Hirtz
AACHEN, THEATER
20. Zanger, Der Kämpfer (U)
R. Juri Zanger
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R. Ella Elia Anschein
ANNABERG-BUCHHOLZ,...
Von Dresden nach Hamburg: Jannik Hinsch, Publikumsliebling in Elbflorenz, wechselt ans Thalia – neue Stadt, neues Publikum, neue Herausforderungen
Netter kleiner Pflegeroboter gefällig mit Familienanschluss? Saugt, redet und denkt ganz wie die verstorbene Mutter? Sehr praktisch eigentlich, bis er sich nicht mehr abschalten lässt. Emre Akals «Es sagt, es liebt uns»...
Dunkel mag die Welt sein, kalt rieselt der Schnee, doch beruhigend belehrt uns die warme Erzählerstimme über den Verlauf des Abends. 2,5 Stunden wird er dauern, eine Pause. In der wir Zuschauer machen können, was wir wollen! Und da rauscht auch schon der blutrote Vorhang auseinander und enthüllt das hypergrell ausgeleuchtete White Cube-Universum des Markus Öhrn....
