Moralische Panikattacken
Tolle Idee: Statt sich selbst in der hochheiklen Frage von israelischen Kriegsverbrechen in Gaza zu positionieren, will Jona Lubnik einen Film über den legendären jüdischen Religionsphilosophen Yeshajahu Leibowitz drehen. Der hatte nämlich tatsächlich schon nach dem Sechstage-Krieg von 1967 gesagt, dass die Besetzung der eroberten Gebiete zum moralischen Verfall Israels und zu «Judeo-Nazis», also jüdischen Faschisten, führen würde.
Besonders toll wird die Idee, wenn man weiß, dass Jona Lubnik ein deutscher Jude ist, den seine Haltung zu Israel zwischen bedingungsloser Solidarität und großer politischer Kritik innerlich zerreißt, dass er obendrein ein lange arbeitsloser Dokumentarfilmer mit großer Neigung zu depressiver Grübelei und einer tiefen Furcht vor Zurückweisung ist. Man könnte es auch Feigheit nennen. Mit dem Film hätte er seinen ganzen inneren und äußeren Fliegenschwarm auf einmal erwischt. Leider geht es in Yael Ronens neuem Stück «Sabotage» an der Berliner Schau -bühne nicht ohne Sabotage ab an Jonas großem Problemlöser-Projekt. Da wäre erstens seine deutsche Ehefrau, Neurologin und Karriere-Chefärztin, die sich trotzdem vor einem Skandal fürchtet und vehement abrät. ...
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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 14
von Franz Wille
Der Vorfall: Bei einer Jubiläumsfeier des Hamburger Schauspielhauses wurden Fotos historischer «Othello»-Inszenierungen von Peter Zadek und Stefan Pucher aus den Jahren 1976 und 2004 gezeigt, die Blackfacing verwendeten. Die Schauspielerin und Regisseurin Isabelle Redfern war anwesend und berichtete in den sozialen Medien davon, was zu öffentlicher Kritik an der...
AACHEN, DAS DA THEATER
26. Koall nach Herrndorf, Tschick
R. Tom Hirtz
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8. Brüggemann und Stölzl nach Rottmann, Mats & Milad oder: Nachrichten vom Arsch der Welt
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ANNABERG-BUCHHOLZ,...
Nicht rennen und unter keinen Umständen laut sein! Im Münchener Haus der Kunst wird man schon angeraunzt, bevor das erste Werk zu sehen ist. Bisschen viel prophylaktische Disziplinierung für eine Ausstellung mit dem Titel «For Children». «This is Germany», murmelt jemand.
Drinnen gibt es dennoch jede Menge Kids, wirklich tolle Kunstwerke – und mindestens fünfzehn...
