Liebe als Qual

Heinrich von Kleist «Penthesilea» am Theater Magdeburg

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«Ach!» bringt am Ende alles auf den Punkt; vereint das Verlangen und den Schmerz über das Trauerspiel der Penthesilea. Denn die vielen Worte, die sie bemüht hat, können ihr den geliebten Achill am Ende ja doch nicht zurückbringen. Gleich in sechsfacher Ausführung wird die Amazonenkönigin bei Alice Buddeberg am Schauspiel Magdeburg angelegt. Als Kollektiv vervielfachen sich die widersprüchlichen Gefühle ihres Liebestaumels. Die halbkreisförmige Rampe deutet auf eine menschheitsumfassende Sehnsucht nach der besseren Hälfte.

Diese Sehnsucht wird von Buddeberg jugendlich-frech inszeniert: In knalligen Gewändern versammeln sich die Amazonen wie eine Gang, die ihre Königin wie selbstverständlich unterstützt und liebevoll wegen ihrer Vernarrtheit aufzieht. Immer wieder treten sie aber auch aus ihrer Rolle heraus, reflektieren ihre Position, indem sie sich gegenseitig ihren Platz zuweisen oder fragen: «Ich habe dich nicht richtig verstanden, kannst du das wiederholen?» Humorvoll wird die scheinbar schicksalhafte Liebes -geschichte dadurch immer wieder infrage gestellt und kommentiert. Zum Beispiel wenn Michael Ruchter dem Publikum als Amazone einen Vortrag hält, der Mann sei eigentlich ...

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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Chronik, Seite 61
von Anna Hoffmeister

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