Studio Helsingör
Man kann es nicht mehr hören, das alberne Geraune um die mögliche Beteiligung der amerikanischen Regierung an den Anschlägen vom 11. September. Dadurch, so geht das Mantra linker Verschwörungstheorie, habe sich die Bush-Administration ihre geostrategischen Weihnachtswünsche endlich erfüllen und über Afghanistan und den Irak zur lang gehegten Weltumarmungsstrategie ansetzen können.
Deshalb ist es auch nur allzu verständlich, dass der Regierungschef genervt aus seinem Fernsehsessel aufrauscht und mit einem heftigen «Ich guck mir den Quatsch nicht länger an» die familiäre TV-Runde sprengt, als er sich im Kreis der Lieben eine der einschlägigen Fernsehreportagen ansehen soll. In jedem anderen Stück der Welt hätte der Mann einfach Recht. Nur leider war das gerade die «Mausefalle» aus Shakespeares «Hamlet», der kluge Politiker heißt Claudius und hat selbst jede Menge Dreck am Stecken.
In dieser Szene spielt sonst eine Schauspielertruppe dem königlichen Königsmörder sein Verbrechen vor, damit Hamlet sehen kann, ob der rachedurstige Geist des vergifteten Vaters auch richtig Auskunft gegeben hat. Nun war der ruhelose Dänenherrscher in Lars-Ole Walburgs Münchner Inszenierung seinem Sohn ...
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Die Szene sieht stark nach Geisterbahn aus und könnte so auch als «Haunted House» in Disneyland durchgehen. Oder als Setting eines gruseligen Computerspiels. Ein langer Tisch zieht sich über die volle Bühnenbreite, an dessen oberen Enden zwei grotesk aussehende fette Kinder sitzen – links ein in schrilles Gelb gewandetes Mädchen (Corinna Beilharz) und gegenüber ein...
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Die Achtziger sind endlich auch auf dem Broadway angekommen. Während Vokuhila-frisierte Dreißigjährige in den Nachtclubs des Hipster-Stadtviertels Williamsburg schon seit geraumer Zeit zum Mixtape-Soundtrack ihrer frühen Jugend tanzen, kann man die nostalgischen Geschmacklosigkeiten der Reagan-Ära jetzt auch im Westen von Manhattans Midtown bewundern. Das frisch...
