Ernst nehmen!
Die Szene sieht stark nach Geisterbahn aus und könnte so auch als «Haunted House» in Disneyland durchgehen. Oder als Setting eines gruseligen Computerspiels. Ein langer Tisch zieht sich über die volle Bühnenbreite, an dessen oberen Enden zwei grotesk aussehende fette Kinder sitzen – links ein in schrilles Gelb gewandetes Mädchen (Corinna Beilharz) und gegenüber ein Junge in Grell-Violett (Klaas Schramm). An der Längsseite thront mittig eine strenge Dame im schwarzen Gouvernantenkostüm (Sabrina Khalil) und blickt stumm ins Publikum.
Ein alter, zerzauster Diener (Armin Schlagwein) schlurft gelegentlich durchs Bild. Bald findet sich noch eine zweite Dame in Schwarz (Lisa Huber) in dieser finsteren Atmosphäre ein, die durch ihren schütteren Operngesang noch ein bisschen finsterer wird.
Dann fangen die Figuren auch zu sprechen an, doch was sie sagen, ist mit dem, was man sieht, nur schwer in Einklang zu bringen. Die Gouvernante wird mit «Meister, größte Dichterin aller Zeiten» angesprochen. Dann wird merkwürdig mythisch von einem König erzählt, der drei Frauen und vier Kinder hatte, von denen das Schönste und Beste ein gewisser Friedrich war. Dabei besteigt das gruselige Comic-Personal ...
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