Stirb und werde!

Joachim Meyerhoffs Erinnerung an seine Ausbildung an der FalckenbergSchule und an seine Großeltern – jetzt auch als Film von Simon Verhoeven: «Ach, diese Lücke ...»

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Irgendwo musste der Werther-Satz ja untergebracht werden in Simon Verhoevens Verfilmung von Joachim Meyerhoffs Buch. «Ach, diese Lücke, diese schreckliche Lücke ... », seufzt der Philosoph und Großvater auf der Bank unterm Baum, erschöpft von der Wanderung. «Entsetzlich! Entsetzliche Lücke ...», fällt ihm Ehefrau Inge ins Wort. Sie, die unverwüstliche Diva, ehemalige Schauspielerin an den Münchner Kammerspielen, ist die glamouröse Domina an der Seite ihres verrenteten Philosophieprofessors.

Und ein wenig Loriot ist immer im Spiel bei diesem eingespielten alten Ehepaar, das sein Rentnerleben in festen Ritualen gebändigt hat: Der Tag beginnt mit Champagner, zum Mittagessen kursiert der Rotwein, um 6 kommt der Whisky, und um 9 endet der Tag mit Cointreau. Joachim Meyerhoff, der liebende Enkel des extravaganten Paares, hat dieses Ehepanorama im dritten Teil seiner mittlerweile 6-teiligen Lebenserzählung verewigt. Als er in München die Otto-Falckenburg-Schule besuchte, lebte er drei Jahre in der großbürgerlichen Villa am Nymphenburger Park bei seinen Großeltern. Während dort zwei Leben so elegant wie möglich ihrem Ende entgegengehen, soll in der Schule das Neue entstehen, Josse zum ...

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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Barbara Burckhardt

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