Stichwort Flexible Plankostenrechnung
Franz Wille Sie haben lange Zeit als Produzent im Freien Theater gearbeitet, Inszenierungen von der Finanzierung bis zur Premiere begleitet und ermöglicht. Seit dieser Spielzeit sind Sie Geschäftsführender Direktor des Maxim Gorki Theaters, eines der fünf großen Berliner Schauspielhäuser. Wenn man von den kleinen wendigen Schnellbooten auf einen mittelgroßen Tanker umsteigt, wie sind die Erfahrungen?
Klaus Dörr Vor meiner freien Tätigkeit hatte ich schon zweieinhalb Jahre am Berliner Ensemble gearbeitet, kannte also den Ensemble- und Repertoirebetrieb.
Das BE ist zwar als GmbH anders verfasst, aber die Grundstrukturen sind die gleichen, es ist öffentlich finanziert, und die hausinterne Organisation ist vom Prinzip vergleichbar. Außerdem kannte ich das Gorki seit fünf Jahren, weil ich eine freie Produktion und eine dreimonatige Reihe in Koproduktion hier betreut habe. Aber klar ist es eine Umstellung. Das Haus hat mich dabei positiv überrascht – in allen Bereichen, ob in den Werkstätten, der Technik oder der Verwaltung. Es ist ein Hochleistungsbetrieb, der jeden Tag eine andere Vorstellung zeigt und in der Spielzeit über 40 größere Produktion herausgebracht hat. Die Vermutung, die ...
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Die Zukunft unserer Gesellschaft wird alt aussehen, so viel hat sich inzwischen herumgesprochen. Wer heute mit 65 in Rente oder mit Ende 50 in den Vorruhestand geht, hat in der Regel ein Drittel seines Lebens noch vor sich. Es wird in Zukunft nicht nur mehr Alte als Junge geben, sondern jeder Einzelne wird in seinem Leben auch länger alt als jung sein....
Was war eigentlich die letzte Komödie in deutscher Sprache, waren das Schwabs «Präsidentinnen» oder war das Taboris «Mein Kampf»? Und warum noch mal sind Komödien im E-Theater nicht gerne gesehen?
Auch Martin Heckmanns neues Stück «Ein Teil der Gans» – im Oktober wird es in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin uraufgeführt – ist keine Komödie. Aber es...
Die Schauspieler, die in diesem Jahr ganz vorne auch in der Gunst unserer Kritiker lagen, wissen, was sie tun und für wen sie es tun: vehemente Rampenspieler ohne Scheu vor großen Auftritten. Tobi Müller hat sich in Zürich Joachim Meyerhoffs Ego-Shooter «Hamlet» angesehen und von der allzeit bereiten Begeisterungsfähigkeit des Schauspielers des Jahres anstecken...
