Ein Flitsch-Auftritt
Ein Geheimnis ist ein Geheimnis ist ein Geheimnis, und wäre es kein Geheimnis, dann wäre es kein Geheimnis, und wenn man es lüftet, ist das Geheimnis futsch, und man ist enttäuscht, da das, was man sich vorgestellt hat, viel spektakulärer und fantastischer war als das Tatsächliche, was einem als spannendes Geheimnis grade verraten wurde.
Weshalb sollte man auch wissen, dass der Nikolaus nicht aus dem Kühlschrank der Welt in die warme Stube geeilt kam, sondern sich nur drei Straßen nördlicher auf den Weg machte und der Vater eines Kindergartenfreundes ist, der vergessen hat, andere Schuhe anzuziehen. Es gibt keinen Grund.
Es gibt die Auffassung, dass man richtige und falsche Fragen stellen kann. Diese Geisteshaltung bringt mich auf die Palme. Die Frage nach dem Geheimnis eines Erfolges könnte meiner Meinung nach jedoch so eine falsche Frage sein.
Das klingt natürlich sehr nach Spielverderber, wenn ich jetzt auch noch frage, wie definiert man denn überhaupt Erfolg. In meiner Erfahrung gingen die eigenen, die persönlichen Erfolge selten mit den öffentlichen einher.
Es gab im Jahre 2004 eine wunderbare Arbeit am Thalia in der Gaußstraße, die kaum einer gesehen hat. Der Abend hieß ...
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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Thalia des Jahres: Selbstlob, Seite 46
von Judith Hofmann
Das Stück endet in der Katastrophe: Der Vater stirbt, die Ehefrau wird wegen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt, weitere Beziehungen sind zerstört oder ihr Aufkommen wird im Keim erstickt. Oder es schließt mit Happy End: Denn der angeblich missbrauchte Junge und die Tochter beginnen eine Beziehung – die die Fehler der Eltern vielleicht vermeidet ....
Wir warn die eishockeymannschaft auf der fontaine. jeder kannte uns. von januar bis februar war klar. wenn wir mit schneeschiebern. hatten wirn räumdienst abgezogen. wenn wir mit den dingern unser revier aufm eis absteckten. war klar wer wir warn. horden zwölfjährige maulaffenfeil um uns. und pärchen in freizeitjacken schrien ihre wänster panisch zur sau, bevor sie...
Luk Perceval Katrin Brack und ich, wir arbeiten schon seit 1990 zusammen, 17 Jahre sind das jetzt. Wir waren damals beide an einem Punkt, wo wir das Theater mehr oder weniger satt hatten. Ich wollte weg von jeder Form von Behauptung und suchte nach einer größeren Wahrhaftigkeit; bei Katrin war es ähnlich, sie wollte keine Bühnenbilder mehr, die nur dazu da waren,...
