Sterben, dekorativ
Der kleine Prinz ist zurück. Er trägt einen gelben Schal zum grünen Hemd und findet nach einer langen Reise den Heimweg nicht mehr. Nur der tödliche Biss einer Schlange kann ihn zurückbringen zu seiner Rose, die ihn braucht. Arne De Tremerie stürzt längs hin. So kann er aussehen, der Theatertod.
Der kleine Prinz war De Tremeries erste Theaterrolle, da war er noch ein Kind. Für Milo Raus neuen Theaterabend «Grief & Beauty» spielt der 1992 geborene Schauspieler sie nach.
Im zweiten Teil der «Trilogie des Privatlebens» stehen wie immer bei Milo Rau, Regisseur und Leiter des NT Gent, Schauspieler:innen und Laien auf der Bühne, und wie stets vermischen sich (Auto-)Biografisches und Theater. Eine junge Frau und ein junger Mann, eine ältere Frau und ein älterer Mann berichten von Tod und Krankheit, vom Verlieben und Verlassenwerden, von Verlust und Einsamkeit. De Tremerie teilt nicht nur seine erste Theatererfahrung, sondern auch die Folgen der MS-Erkrankung seiner Mutter mit dem Publikum. Princess Isatu Hassan Bangura erzählt von ihrer Flucht aus Sierra Leone, Anne Deylgat, Tierärztin in Rente sowie Hundesitterin beim NT Gent, vom Tod ihrer Katze. Auf der Leinwand werden die vier ...
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Theater heute Mai 2022
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Esther Boldt
Eva Behrendt In Ihrem Stück «White Passing» geht es viel um Wohnungen und Berliner Stadtteile, unter anderem, weil sich daraus – vermeintlich, aber auch real – Klassen- und Statusfragen ablesen lassen. Wo befindet sich die Wohnung, aus der Sie gerade zoomen?
Sarah Kilter Die liegt, anders als im Stück, weder im Wedding noch in Charlottenburg, sondern in Prenzlauer...
Mit dem Arbeiten ist es ungefähr so. Man tut dies oder jenes, in der Hoffnung, etwas würde danach besser sein als zuvor. Man nimmt ungeordnete Gedanken, schreibt sie auf und hofft, der Sinn möge sich einstellen; nimmt rohe Dinge und hofft, gekocht mögen sie schmecken, trägt Zeug von A nach B und hofft, dort möge es richtig sein. Denn dann wäre alles prima. Fast....
AACHEN, THEATER
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