Siebzehn und zwei plus drei

Juliane Kann «Siebzehn», Nora Mansmann «zwei brüder drei augen»

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Die Förderungsmöglichkeiten für Theater­autoren vervielfältigen sich. Immer mehr Theater schmücken sich mit Autorentheater­tagen. Weitere Hochschulen bieten Studiengänge für Szenisches Schreiben an. Die institutions­losen Einzelgänger, ohne die das Theater doch nicht auskommen kann, sollen auch etwas vom öffentlichen Subventionsgeld erhalten. Das Ergebnis ist: mehr Uraufführungen und weniger Vorstellungen pro Uraufführungsinszenierung. Marktanalytisch formuliert: Ein Boom auf der Angebotsseite führt zur Diversifizierung der Produkte, nicht jedoch zur Steigerung der Nachfrage.



Am Düsseldorfer Schauspielhaus wird seit Beginn der Intendanz von Amélie Niermeyer eine neue Variante praktiziert: Im Autorenlabor kommen jedes Jahr sechs Autorinnen und Autoren zusammen und entwickeln unter Anleitung von Thomas Jonigk und im Kontakt mit dem Theaterbetrieb des Schauspielhauses ihre Stücke. Am Ende gibt es als Jury-Preis eine Uraufführung und außerdem einen Publikumspreis. 

Zunächst wurde Juliane Kanns Jugendstück «Siebzehn», das im letzten Jahr den Publikumspreis erhalten hatte, im «Jungen Schauspielhaus» uraufgeführt, dann folgte das von der Jury prämierte Stück, Nora Mansmanns «zwei brüder ...

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Theater heute Oktober 2008
Rubrik: Chronik, Seite 46
von Gerhard Preusser

Vergriffen
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