Siebzehn und zwei plus drei
Die Förderungsmöglichkeiten für Theaterautoren vervielfältigen sich. Immer mehr Theater schmücken sich mit Autorentheatertagen. Weitere Hochschulen bieten Studiengänge für Szenisches Schreiben an. Die institutionslosen Einzelgänger, ohne die das Theater doch nicht auskommen kann, sollen auch etwas vom öffentlichen Subventionsgeld erhalten. Das Ergebnis ist: mehr Uraufführungen und weniger Vorstellungen pro Uraufführungsinszenierung. Marktanalytisch formuliert: Ein Boom auf der Angebotsseite führt zur Diversifizierung der Produkte, nicht jedoch zur Steigerung der Nachfrage.
Am Düsseldorfer Schauspielhaus wird seit Beginn der Intendanz von Amélie Niermeyer eine neue Variante praktiziert: Im Autorenlabor kommen jedes Jahr sechs Autorinnen und Autoren zusammen und entwickeln unter Anleitung von Thomas Jonigk und im Kontakt mit dem Theaterbetrieb des Schauspielhauses ihre Stücke. Am Ende gibt es als Jury-Preis eine Uraufführung und außerdem einen Publikumspreis.
Zunächst wurde Juliane Kanns Jugendstück «Siebzehn», das im letzten Jahr den Publikumspreis erhalten hatte, im «Jungen Schauspielhaus» uraufgeführt, dann folgte das von der Jury prämierte Stück, Nora Mansmanns «zwei brüder ...
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Die Sanierung eines in die Jahre gekommenen Theaterbaus birgt ja immer ein logistisches Problem. Während im eigenen Haus die Handwerker und Bauarbeiter die Regie übernehmen, muss sich das Ensemble auf Wanderschaft begeben. Als Interimslösungen bieten sich dann meist alte Fabrikhallen an, in denen sich die Schauspieler und Regisseure, die Techniker und nicht zuletzt...
Sich über Realitäten indischer Theaterpraxis heute austauschen und Visionen für die Zukunft entwickeln – darum ging es im südindischen Dschungel. In der Theaterschule Ninasam, die in einem winzigen Dorf liegt, trafen sich fast 150 Kritiker, Journalisten und Theaterschaffende zum «Not the Drama Seminar». Alle waren mit erheblichem Reiseaufwand hierher gekommen,...
Schlafsacklarven säumen die Mönckebergstraße zwischen Hauptbahnhof und Thalia Theater. Verschanzt hinter Plastiktüten und Bierflaschen liegen sie in den verschlossenen Eingängen zu Zara und Vattenfall und erinnern die Sonntagsspaziergänger daran, dass nicht jeder auf dieselbe Weise in der Shoppingwelt ankommt. Kurz darauf im Theater: alles voller Schlafsacklarven....
