Schön viel Sprache

Der Stückemarkt des Theatertreffens feiert Wiederauferstehung in einem neuen Format, und die Autor:innentheatertage des Deutschen Theaters wünschen gute Unterhaltung mit Simone Saftig, Gesa Geue und Marcus Peter Tesch

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Worum geht’s? Eine schwule Liebesgeschichte im Beirut des Vorkriegssommers ’24. Die verschwundenen Menschen in Mexiko, Opfer von Drogenmafia und/oder die Polizei und ihre Mütter. Eine Schwarze Frau, aufgewachsen in Deutschland und bestens integriert, die plötzlich ihre deutsche Sprache verliert. Die lange Schlange unserer demokratisch liberalen Gesellschaft vor einer Lottobude, wo 300-jähriges Leben verlost wird. Vergessen und verschwinden in China zwischen Kulturrevolution und Alzheimer. Schnelle und langsamere Veränderungen zwischen privater Trennung und globaler Katastrophe.

Ganz schön viel los in «Mehr Drama!», der Stückemarkt-Wiederauferstehung des Theatertreffens. 2023 hatte man das tradi -tionsreiche Neue-Dramatik-Format schon offiziell beerdigt, nach mehreren unbefriedigend gebliebenen Reformversuchen in den 2010er Jahren, als die zeitgenössische Dramatik an Hipsterfaktor deutlich eingebüßt hatte gegenüber performativeren Darstellungsformen. Diese hatte man zwar auch integrieren wollen, überdehnte damit aber das ursprüngliche Stückemarkt-Konzept bis 2022 zur Kaum-noch-Kenntlichkeit. Erschwerend kam hinzu, dass in Berlin alljährlich übermächtige Konkurrenz auf den Plan ...

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Theater heute August-September 2026
Rubrik: Festival, Seite 45
von Franz Wille

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