Saarbrücken: Klappe halten und Kohl pflanzen

Korso-op.Kollektiv «Tristesse Royale»

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Schwarz und kalt liegt das Wasser in mehreren Metern Tiefe unter uns. Furchtlos klettern die drei Akteure eine Metallleiter hinunter, begeben sich in ein kleines Schlauchboot und rudern von dannen. Das Ende von «Tristesse Royale», einer Produktion des Saarbrücker Korso-op.Kollektivs, führt das Publikum aus der Spielstätte hinaus an den Osthafen der Saar. Es ist nicht der einzige ungewöhnliche Ort, an den man während dieses zweieinhalbstündigen letzten Teils der Trilogie «MaschineMenschGott» gelangt.

Mit kühner Spielfantasie hebt die aus zehn professionellen Theaterschaffenden bestehende Gruppe theatrale und gedankliche Ordnungen aus den Angeln und entwirft in Anbetracht des klimabedingten Weltzustandes apokalyptische Fantasien, die in nichts Geringerem als dem Aufbegehren gegen die eigene Endlichkeit münden (einige der Textteile stammen von Wolfram Lotz).  

Vor dem Eintritt in das lagerhallenartige Gebäude wird jede/r einzeln gewogen und vermessen. Mit Decken ausstaffiert nehmen wir dann in einem tagungsähnlichen, mit Podium und Monitor ausgestatteten Raum auf dem Boden Platz (Ausstattung: Gregor Wickert). Hier, zwischen uns, werden die Akteure, die sich mit realem Namen ...

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Theater heute Februar 2020
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Natalie Bloch

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