Problem erkannt, Problem gebannt?

Neue Stücke auf dem letzten Forschungsstand: In München unternimmt Lukas Bärfuss’ «Die Probe» einen Vaterschaftstest, in Dresden werden Margareth Obexers «Der Zwilling» im Reagenzglas gezeugt und in der Berliner Schaubühne erfährt Marius von Mayenburgs «Der Hässliche» eine fulminante Gesichtsoperation

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Peter Korach ist schon eine gute halbe Stunde im Jenseits, liegt hübsch aufgebahrt im Zentrum der bewegungsfreudigen Drehscheibe der Münchner Kammerspiele und hat schon manche bühnentechnische Karussellfahrt hinter sich. Da schüttet sein Vater Simon, ein prominenter Lokalpolitiker, der vielleicht gar nicht sein Vater ist, noch einen Bauchladen voll Platituden über ihn aus, redet von Liebe, Fehlern und was man sonst noch wollte, wenn man anders könnte. Da wird es selbst dem Toten zuviel, Oliver Mallison steht einfach wieder auf und setzt sich zurück aufs Sofa.

So etwas hält keine Leiche aus. 

So lustig wird es allerdings nur selten in Lars-Ole Walburgs Uraufführung von Lukas Bärfuss’ «Die Probe» an den Münchner Kammerspielen. Denn Peter hat selbst mit den Fehlern wegen der Liebe angefangen und seinen kleinen Sohn einem diskreten Gentest unterzogen, weil er sich plötzlich seiner Vaterschaft nicht so ganz sicher war. Wenn dann nicht das gewünschte Ergebnis kommt, gibt es ein Problem. Und wenn man das Problem, das man sich gerade selbst gemacht hat, sehr ernst nimmt, kommen gleich noch ein paar andere hinterher. Aber dazu später.

Das Problem mit dem Problemstück liegt auf der Hand: Es ...

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Theater heute März 2007
Rubrik: Neue Stücke, Seite 44
von Franz Wille

Vergriffen
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