Orte des Zusammenseins

Das New Yorker Public Theater ist nicht unbedingt ein Ort der künstlerischen Experimente. Aber es ist eines der lebendigsten zeitgenössischen Theater

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«Public matters, now more then ever» steht kurz nach der Wahl von Donald Trump in rotgezackter Comic-Agitations-Grafik auf den Plakaten des Public Theater am Astor Place. Im Foyer werden die verschiedenen Vorstellungen, die gleich beginnen, der erwartungvollen Menschenansammlung ausgerufen. Das Public beherbergt fünf Spielorte, von denen mindestens drei allabendlich gleichzeitig mit Uraufführungen bespielt werden, außerdem die Cabaret-Bühne Joe’s Pub für das Performance-Nachtprogramm.

Im ersten Stock gibt es noch das Restaurant, The Library genannt, nach der ursprünglichen Funktion des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert, das einst die Astor-Bibliothek beherbergte. Vor und während des Zweiten Weltkriegs gehörte es einer Hilfsorganisation für jüdische Flüchtlinge.

Anfang der Sechziger zog der legendäre Joe Papp mit seinem 1954 gegründeten Theater dort ein und erfand es programmatisch als Gegenwarts­theater und Forum für Inklusion und neue Ideen. Diesem Geist wird das heutige Public unter seinem künstlerischen Direktor, dem leidenschaft­lichen Literatur- und Theaterverfechter Oskar Eustis, mehr als gerecht. An einem Tag im Dezember 2016 kann man hier alle drei Teile der intimen ...

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Theater heute Februar 2017
Rubrik: International, Seite 38
von Stefanie Carp

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