Only prisoners have time to read
«There’s no time here, not any more.
»
Mark Fisher
Vielleicht hat selten jemand Foucault so konsequent und düster zu Ende gedacht wie Mark Fisher, vielleicht hat es auch kaum jemand wirklich ausgehalten, ihn so zu Ende zu denken, wie man sagt, zu Ende denken, wenn es das überhaupt gibt, etwas zu Ende denken, jemanden zu Ende denken, überhaupt etwas irgendwann zu Ende denken – vielleicht sollte man auch einfach viele Gedanken lieber erst gar nicht zu Ende denken, damit man sich selbst nicht aus Versehen dabei auch noch zu Ende denkt, vielleicht ist das aber auch schon eine Spur der Macht, dass wir bestimmte Gedanken nicht zu Ende denken, weil wir wissen, was auf uns warten würde, würden wir einen bestimmten Gedanken bis an sein Ende durchspielen.
Vielleicht hat also selten jemand so konsequent die Machtproblematik an ihr Ende gedacht, wenn alles von Macht durchzogen ist, wenn die Macht erst einmal alles durchtränkt hat, wird jede Bewegung systemerhaltend, ist jeder Ausbruch, jede Kritik nur Reminiszenz, Zitat, im schlimmsten Fall Pastiche, leerdurchdrehende, wutschnaubende Wiederholung ohne eine jede Differenz, ohne eine jede Dekonstruktion, Wiederholung als Selbstzweck, um die ...
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Auf der Bühne wirkt sie oft, als spreche sie widerwillig gegen die Sätze an, die sich in ihrem Mund formen, und auch im Gespräch über ihre Arbeit kann Sandra Hüller schnell einen bemerkenswert bockigen Ton anschlagen. «Eine direkte Erzählform hat uns an der Stelle nicht interessiert und wird dem Stück nicht gerecht – Kleist lässt sich nicht vereinfachen», antwortet...
Man liest und hört manchmal Dinge, die einem sofort sehr einleuchten, flüchtige Spontan-Wahrheiten, an die man sich für immer erinnern möchte – und die man in der nächsten Minute aber schon spurlos vergessen hat. Dann vergehen Jahre, und plötzlich, im passendsten oder unpassendsten Moment, erinnert man sich an den flüchtigen Rest eines vor Jahren geführten...
Ander gräbt. Seine Hände sind verbunden, sie eitern unter den Verbänden. Trotzdem arbeitet er weiter an diesem Tunnel unter seiner Hütte, im sandigen Grund. Auch wenn jetzt niemand mehr kommt, will er vorbereitet sein. Denn irgendwann werden sie doch wieder kommen, und dann wird dieser Tunnel seine Goldgrube sein.
Ander ist eine der Figuren, die im «Territorium»...
