Neu und neuneu

Die Schauspielerin Bettina Engelhardt verlangt nach Verantwortung und Professionalität

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«Kunst kommt von können und nicht von wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen.» (Karl Valentin) 

Seit einiger Zeit gibt es den Ruf nach Veränderung am Stadt- und Staatstheater. Hat sich etwas verändert, und wenn ja, was? Ja, es ist Bewegung im Spiel: Neue Ideen brechen auf, um verwirklicht zu werden. Nur, ist das NEU? Ja, es ist Bewegung im Spiel: Neue Führungsmöglichkeiten durchbrechen die Macht der «alten weißen Männer».

Nur, ist das NEU?

Ja, es ist Bewegung im Spiel: Es werden neue Räume für Unerhörte geschaffen. Nur, ist das NEU? Ja, es ist Bewegung im Spiel: Es werden Rollenmodelle neu definiert. Nur, ist das NEU? Ja, es ist Bewegung im Spiel: Das soziale Gefüge wird endlich neu definiert. Nur, ist das NEU? Ja, es ist Bewegung im Spiel: Professionalität wird neu definiert, und das, finde ich, ist tatsächlich NEU! – Und zwar bedenklich neu. Denn was muss ein Team mit neuen Ideen außer neuen Ideen noch haben, wenn nicht Professionalität! 

Was es früher einmal gab, nämlich dass junge Schauspieler:innen oder Bühnenbildner:innen oder Kostümbildner:innen oder Regisseur:innen aufgebaut wurden, das sollte es vielleicht auch für die an die Macht strebenden jungen Führungskräfte geben. ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 84
von

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Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen 2022/23

Uraufführungen


Abdul Abbasi und Philipp Löhle 

Bombe! (Deutsches Theater Göttingen) 

Johanna Adorján 
Ciao (Bühnen Halle) 

Emre Akal 
Nachkommen – Ein lautes Schweigen! (Theater Münster) Göttersimulation (Münchner Kammerspiele) 

Dogan Akhanli 
Medea 38 / Stimmen (Theater Bonn) 

Bachtyar Ali 
Die Besetzung der Dunkelheit (Staatstheater Wiesbaden) 

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