Nachruf

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Schon seine erste große Berliner Inszenierung war eine Entdeckung – in doppelter Hinsicht. Fred Berndt, der langjährige Bühnenbildner und ehemalige Assistent von Karl-Ernst Herrmann, inszenierte 1982 an der Schaubühne am Lehniner Platz Eduardo de Filippos «Die Kunst der Komödie». Damit etablierte sich Fred Berndt als Regisseur und zugleich de Filippo in den Spiel­plänen deutschsprachiger Theater.

Berndt, der in den 1970er Jahren zuerst am Frankfurter TAT, dann am Hamburger Schauspieler als Bühnenbildner engagiert war, hatte den Berufswechsel mit der ihm eigenen handwerklichen Präzision vorbereitet. Er verdingte sich noch einmal als Assistent bei Klaus Michael Grüber und Peter Stein, bevor er ans Regiepult wechselte. Danach arbeitete er an vielen großen und schließlich kleineren Bühnen in der Tradition der alten Steinschen Schaubühne: metiersicher in einem psychologisch begründeten Realismus, der den historisch-philologischen Wurzeln der Stücke und Autoren, später auch Opern nachspürte und sich der Verlebendigung von Theaterliteratur verschrieb.

Geboren 1944 in Cottbus, starb Fred Berndt am 13. November 2020 nach einer Herzoperation.

Red.

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Theater heute Januar 2021
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Red.

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Weil wir zusammen still sind.
Weil wir zusammen Hormone ausschütten.
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Weil ich im Theater über etwas weinen kann, das mit mir nichts zu tun hat.
Weil ich im Theater nicht einsam...