Moderne Zeiten
Wenn man den westlichen Liberalismus auf seine ideologische Spitze treiben will, ist man bei Ayn Rand an der richtigen Adresse. Ihr radikallibertäres Programm kennt nur ein Extrem: das Hohelied des Individualismus, verkörpert in charismatischen Unternehmerpersönlichkeiten, die nur an ihren eigenen Vorteil denken, Geld machen wollen und besessen ihren innovativen Ideen folgen. Des Teufels sind in ihrer Vorstellung alle staatlichen Eingriffe wie soziale Umverteilung, Einhegungen des Raubritter-Kapitalismus oder Washingtoner Lobbyismus.
Auch jede Form von Fürsorge, öffentlichem Bildungsauftrag und sonstiger Sozialduselei sind strikt abzulehnen. Urlaub ist auch schädlich. Kurz: Trump pur (ohne Golfspielen).
Entsprechend hat sie über die Jahrzehnte eine eindrucksvolle Fangemeinde versammelt. Ronald Reagan gehörte ebenso dazu wie Margaret Thatcher oder der frühere amerikanische Notenbank-Chef Alan Greenspan, dessen Niedrigzinspolitik die Grundlage für die Finanzkrise gelegt hat, aber auch aktuellere Industriegrößen wie der Amazon-Gründer Jeff Bezos, Apple-Genie Steven Jobs oder der erst kürzlich zurückgetretene republikanische Mehrheitsführer im amerikanischen Kongress Paul Ryan.
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Theater heute März 2020
Rubrik: Aufführungen, Seite 16
von Franz Wille
Aachen, Das Da Theater
12. Dupont und Hirtz, Auf und davon (U)
R. Maren Dupont
Aachen, Grenzlandtheater
4. Simon, Barfuß im Park
R. Stefan Herrmann
Aachen, Theater
5. Maja Zade, Status Quo
R. Sylvia Sobottka
7. Schiller, Die Jungfrau von Orléans
R. Sarah Klöfer
13. nach Wallace, Kurze Interviews mit fiesen Männern
R. Tanja Krone
Altenburg Gera, THeater
27. Zeller,...
«Baut einen Weg», animiert der Schauspieler Maximilian Reichert die sechs Kinder, die im Zürcher Schauspielhaus einen imaginären Abgrund überwinden. Sie müssen den Teddy Alf retten. Über Stühle und Tische geht die waghalsige Menschenkette, mit rotem Tourenseil und Einkaufswagen. «Ihr müsst aufeinander aufpassen!» Und sie schaffen es, gemeinsam. Wie eine kleine...
Vergangenen Oktober, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der friedlichen Revolution, erzählte Alexander Weigel noch einmal, wie es zur legendären «Hamlet/Maschine» von Heiner Müller im Deutschen Theater kam, die er als Dramaturg begleitet hatte. Wie die im Januar 1988 herausgekommene Inszenierung «Der Lohndrücker» zwar das «Publikum einigermaßen frappiert» hatte...
