Neue Stücke · Aufführungen (3/2020)
Aufführungen
Der Schweizer Schriftsteller, Grafiker und Aktionskünstler Dieter Roth hat schon Herbert Fritsch zu «Murmel, Murmel» inspiriert, jetzt setzt Christoph Marthaler in Zürich nach mit «Das Weinen (Das Wähnen)». Herbert Fritsch seinerseits tut sich in Bochum mit einem anderen Herbert zusammen, dem Bochumer Ex-Schauspieler und Musiker H. Grönemeyer: «Herbert». In mindestens dreifacher Funktion ist auch in Dresden Christian Friedel unterwegs – als Regisseur, Hauptdarsteller und Komponist in Shakespeares «Macbeth».
Deutlich prosaischer dagegen die Verhältnisse in Berlin: Frank Castorf wird am Berliner Ensemble Erich Kästners Zwanziger-Jahre-Panorama «Fabian oder Der Gang vor die Hunde» aufführen, Hakan Savas Mican im Gorki Theater vage angelehnt an Döblins «Berlin Alexanderplatz» einen zeitgenössischen «Berlin Oranienplatz» zeigen, während am Deutschen Theater Boccaccios Überlebenserzählungen zur Zeit der Pest, das «Decamerone», von Kirill Serebrennikov auf die Bühne gebracht werden. Da Serebrennikov noch immer Moskau nicht verlassen darf, finden die Proben hauptsächlich dort statt. Der Körper und seine Disziplinierung ist auch das Thema der neuen Produktion von Florentina ...
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Theater heute März 2020
Rubrik: Daten, Seite 62
von
Aachen, Das Da Theater
12. Dupont und Hirtz, Auf und davon (U)
R. Maren Dupont
Aachen, Grenzlandtheater
4. Simon, Barfuß im Park
R. Stefan Herrmann
Aachen, Theater
5. Maja Zade, Status Quo
R. Sylvia Sobottka
7. Schiller, Die Jungfrau von Orléans
R. Sarah Klöfer
13. nach Wallace, Kurze Interviews mit fiesen Männern
R. Tanja Krone
Altenburg Gera, THeater
27. Zeller,...
«Die Hölle, das sind – die, die – die anderen.» Da ist es endlich, in der Mitte des Stücks, sein bekanntestes Zitat. Verstammelt, verdruckst. Es klingt fast wie eine Frage, weniger wie eine Feststellung. Denn die Hölle, das ist in der Bühnen-Interpretation von Johanna Wehner, jede*r auch sich selbst. In einem höllisch undurchsichtigen Jenseits führte Jean-Paul...
Julien stürzt hart. Blutig der Schädel und das Hemd, so findet der Abbé den Burschen am Boden. Juliens Vater hat wieder zugeschlagen. Mit dem Buchrücken, den er Julien entriss, weil ein Brettersägersohn seiner Ansicht nach keine Flausen im Hirn braucht, sondern Schwielen an den Händen. Weil aber der Abbé ein Herz für kluge Köpfe hat, rafft er dieses Bündel...
