Mehr feste Bindungen

Jakob Weiss wünscht sich ein neues Miteinander in den Theaterbetrieben

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Möglicherweise waren es die plötzlich gewonnene Zeit des Reflektierens und die Leerlauf-Phasen der Lockdowns, die die strukturellen Probleme der Theaterbetriebe deutlicher denn je in aller Munde gebracht haben. Probleme, die lange vor sich hin gegärt haben und nun geradezu herausquellen aus den Theatern. Die Liste ist lang.

Hat die Pandemie-Erfahrung zu einem Hinterfragen der Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns geführt? Hat ein Mehr an Lebensqualität durch weniger Stress zu kritischeren Einstellungen geführt? Ist es nun endlich an der Zeit, all diese Probleme wirklich und endgültig anzugehen? 

Einige Betriebe versuchen bereits, diverser, paritätischer und inklusiver zu werden, strukturellen Rassismus abzubauen; Diskriminierung, Sexismus und Machtmissbrauch zu verhindern und neue Organisationsmodelle und Chancengerechtigkeit zu etablieren. Wenn es auch nicht immer sofort reibungslos funktioniert, muss dieses Ansinnen unbedingt unterstützt, fortgesetzt und kontinuierlich ausgebaut werden. Es darf auch nicht nur bei ein paar Häusern bleiben. Deshalb ist es um so wichtiger – auch in Zukunft –, sämtliche vorherrschenden Missstände immer wieder zu benennen und zu bekämpfen. ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 90
von Jakob Weiss

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