Die Zeit läuft ab
Die brutalen Folgen des Klimawandels werden sichtbar: Der Meeresspiegel steigt, Dürre- und Hitzeperioden nehmen zu, Hochwasser, Stürme und Überschwemmungen richten Verwüstungen an. Das Eis im Nordpolarmeer schmilzt dramatisch. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht oder bereits ausgestorben. Die Klimakrise schreitet jeden Tag voran, global und allgegenwärtig. Das terrestrische Schicksal hängt vom Handeln des Menschen ab.
Nicht zuletzt der Ukrainekrieg und die damit zusammenhängenden Sanktionen gegen Russland haben uns noch einmal plastisch die fortdauernde Abhängig -keit Europas von fossilen Brennstoffen vor Augen geführt. Und wollen wir die Erde retten, müssen wir umdenken und schnellstens handeln. Mögliche oder auch unmögliche Zukunftsszenarien entwirft der australische Autor Finegan Kruckemeyer mit seinem Stück «Der lange Schlaf».
Es ist das Jahr 2030: Umweltkatastrophen, Lebensmittelknappheit, Unruhen, Geisterstädte. Menschen sterben, viele sind auf der Flucht. Die Regierungen rund um die Welt – Politiker:innen, Wissenschaftler:innen, Expert:innen – arbeiten daran, Lösungen zu finden. Die Situation zwingt zu einer globalen Zusammenarbeit entgegen allem Ressentiment. Der ...
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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Neue Stücke, Seite 155
von Beate Heine
Uraufführungen
A
Abdul Abbasi und Philipp Löhle
Bombe! (Deutsches Theater Göttingen)
Johanna Adorján
Ciao (Bühnen Halle)
Emre Akal
Nachkommen – Ein lautes Schweigen! (Theater Münster) Göttersimulation (Münchner Kammerspiele)
Dogan Akhanli
Medea 38 / Stimmen (Theater Bonn)
Bachtyar Ali
Die Besetzung der Dunkelheit (Staatstheater Wiesbaden)
Suzanne...
Magdalena Schrefel hat in ihrem neuen Schauspiel einen ganz und gar sonderbaren Ort erfunden: eine rätselhafte Institution, in der das vielleicht Flüchtigste überhaupt aufbewahrt, katalogisiert, beschlagwortet und in eine konsistente Ordnung gebracht werden soll – ein Archiv der Tränen. Einem ersten Impuls folgend möchte man wohl von einer gleich doppelten...
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Es gibt keine Gedichte über Krieg. Es gibt nur Zersetzung, heißt es bei der Dichterin Lyuba Yakimchuk. Also zerlegt sie die Wörter: Lu-hansk; Do-nezk; und zum Schluss des Gedichts ihren eigenen Namen: Nicht mehr Lyuba steht dort, sondern nur noch «ba!». Wobei die Formulierung «zerlegt sie» falsch ist, denn die Wörter, die Orte, die Menschen sind bereits zerlegt,...
