Maßnahmen zur Wirklichkeitsverbesserung

Die 3. Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale 2005 setzte auf die gute alte Realität, einige Klasse-Schauspieler – und entging nur knapp der Pollesch-Verklärung «Stadt als Beute»

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Willkommen in der Wirklichkeit» – so hieß das Motto der 3. Perspektive deutsches Kino, die vor drei Jahren zusätzlich zur speziellen Präsentation und Förderung des Nachwuchses ins Berlinale-Programm gewuchtet wurde. Leider ergab sich bald der Eindruck, dass die Realität, in der die Filme ankamen, dieselbe war wie die, von der sie gestartet waren – nämlich die der Redaktion des Kleinen Fernsehspiels. Was andererseits keinesfalls die schlechteteste aller Welten ist.

Erstaunlicherweise waren die Dokumentarfilme die schwächsten Arbeiten des Programms.

Die Regisseurinnen schienen entweder der Wirklichkeit nicht zu trauen und halfen inszenatorisch nach (Judith Keil/Antje Kruska «Dancing With Myself») oder filmten so ungebrochen Banalitäten sprudelnde Talking Heads ab (Teresa Renn «Janine F.»), dass man nicht wusste, warum man sich das überhaupt angucken soll. Da liegt das Trickreiche am Umgang mit der hochgeschätzen Realität: Von sich aus gibt sie sich nicht immer sehr elaboriert, und auch der Unterhaltungswert muss bisweilen sehr gekonnt aus ihr herausgekitzelt werden.

Das versuchen Jörn Hintzer und Jakob Hüfner in «Weltverbesserungsmaßnahmen». Die ehemaligen Kunststudenten, die u.a. ...

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Theater heute April 2005
Rubrik: Medien/TV, Seite 72
von Christiane Kühl

Vergriffen
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