Mannheim Nationaltheater: Die Würde würde gern ...
Vor einem Jahr sagte Björn Bicker anlässlich der Bochumer Uraufführung seiner «Lehrer*innen» in einem Interview: «Ich führe Gespräche, besuche Schulen und Unterrichtsstunden. Ich sammle Material. Und aus dem Material wird sich eine literarische Form ergeben: eine Klage, ein Liebeslied, ein Chor, ein Manifest, eine Farce – oder alles zusammen.
» Jetzt, da Bickers «Lehrer*innen» am Mannheimer Nationaltheater nachgespielt wurde, sollte man darauf verweisen, dass der Theaterabend zwar auf recherchiertem Material beruht, auf keinen Fall aber dokumentarisches Theater sein will, sondern der Versuch, eine gesellschaftspolitische Problemzone unter Zuhilfenahme von tatsächlichen Geschichten aus dem Berufsalltag zu verhandeln. Fiktional, oder wenn man so will: literarisch.
Dass die Lehrer*innen schon längst nicht mehr gemeinsam mit dem Bürgermeister, Arzt und Großgrundbesitzer am Stammtisch sitzen, ist kaum zu bestreiten. Die Frage wäre nur, wohin hat es sie denn verschlagen: Genau dorthin, wo Schuldige gesucht werden, in eine pädagogische Sahelzone oder in ein Haifischbecken, in dem Schüler*innen, Eltern und die Schulaufsicht auf das nächste Menschenopfer warten. Eine Antwort gibt das ...
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Theater heute Dezember 2020
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Jürgen Berger
Der Ärger ist groß, die Einsicht noch größer. Wer sich umhört unter den Leiter*innen von Stadttheatern und Produktionshäusern, vernimmt schweres Zähneknirschen über den unerwarteten zweiten Lockdown der Bühnen. Viele fühlen ihre Häuser ungerecht behandelt. Schließlich habe man funktionierende Hygienekonzepte vor und hinter der Bühne erarbeitet, die peinlichst...
Aalen, Theater der Stadt
2. Ebel, Ox & Esel – Eine Art Krippenspiel
R. Winfried Tobias
Altenburg Gera, THeater
10. nach den Gebrüdern Grimm, Rumpelstilzchen
R. Manuel Kressin
Annaberg-Buchholz, Winterstein-Theater
1. nach den Brüdern Grimm, König Drosselbart
R. Andreas Ingenhaag
5. nach Higgins, Harold und Maude
R. Karl Georg Kayser
Augsburg, Theater
3....
Der Untertitel ist eine Anmaßung. «Politisches Theater seit 1919», das hat einen allumfassenden Anspruch, und natürlich schlägt man Peter W. Marx’ «Macht|Spiele» sofort mit der Besserwisser-Motivation auf, Beispiele zu finden, die der Kölner Theaterhistoriker übersehen hat. Das weiß Marx freilich selbst, weswegen er schon in der Einleitung «Interventionistische...
