Freie Szene: Mental Overload?!

Flinn Works, Simone Dede Ayivi und and­company & Co. sind wütend auf das System

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Feminismus, Antirassismus, Digitalisierung – das sind die Themen, mit denen sich die Akteure der Freien Szene in Berlin gerade beschäftigen. Aus Sehnsucht nach einer besseren Zukunft graben sie in der Vergangenheit, klagen die Gegenwart an und geben sich kämpferisch. Daran kann selbst die Corona-Pandemie nichts ändern, auch wenn sie die Theaterschaffenden zu selten dagewesenen Tricks greifen lässt.

Wenn die Performer aufgrund von Krankheit oder Reisebeschränkungen nicht vor Ort sein können, werden sie mittels Videoübertragung zugeschaltet – so auch in Flinn Works’ Doku-Stück «Learning Feminism From Rwanda» beim «Risk and Resilience»-Festival an den Sophiensaelen.

In ihrer Arbeit hat die Kompanie Recherche­ergebnisse aus Ostafrika mit der hiesigen Situation in Beziehung gesetzt. Die Rede ist von Ruandas sogenanntem Fast-Track-Feminismus, der dem Land beim Global-Gender-Gap-Index von 2020 mit Platz 9 einen Platz vor Deutschland bescherte. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil Frauen dort bis 1994 weder Ländereien noch Bankkonten besitzen durften, ihre Ehemänner bei Jobangeboten um Erlaubnis bitten mussten und sich auch sonst eher untertänig verhielten. Doch nach Krieg und ...

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Theater heute Dezember 2020
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Anna Fastabend

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