Liebe, Tod, Sehnsucht und Glück

Die Autorentheatertage des Deutschen Theaters zeigen drei Uraufführungen von Stefan Hornbach, Dominik Busch und Jakob Nolte

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Die meist älteren Damen und Herren des Publikums hatten es sich im gedämpften Deko-Klassizismus des oberen DT-Foyers bequem gemacht, der Hausherr Ulrich Khuon sprach zur Eröffnung vom Theater, in dem es auf jeden Fall ums Ganze, mindestens aber den ganzen Mensch und die ganze Welt gehe, und alles wartete nur noch gespannt auf die obligatorische Samstagsnachmittagsrede, mit der die Autorentheatertage des Deutschen Theaters traditionell eröffnen.

Schon in den letzten beiden Jahren hatten die jeweiligen Chefjuroren ihren Redeauftrag zu aufstörenden Rumpelreden genutzt, um entweder auf die angeblich inflationäre Dramatikerüberföderung hinzuweisen (Till Briegleb) oder in Luther-Manier stark-dunkle Thesen an die Stuckwand zu nageln à la «Es gibt kein zeitgenös­sisches Theaterstück» (Peter Michalzik).

Auch in diesem Jahr wurden die Zuhörer nicht enttäuscht. Jury-Sprecherin Barbara Behrendt, die sich aufopferungsvoll durch 175 eingesandte Manuskripte gelesen hatte und darin leider nicht das große Stück zur Flüchtlings­krise oder zum nach rechts driftenden Euro­pa gefunden hatte, entschuldigte das Fehlen durch Vorwurf. Schließlich sei das Theater kein In­formations-, sondern ein ...

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Theater heute August/September 2016
Rubrik: Aufführungen/Neue Stücke, Seite 15
von Franz Wille

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