Der Spendengenerator

Im Generieren von Aufmerksamkeit war das Zentrum für Politische Schönheit schon immer große Klasse. Mit «Flüchtlinge fressen» brachten sie auch den Spendengenerator zum Rotieren

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Nach 14 Tagen sackte der artivistische Riesenballon, den das Zentrum für Po­litische Schönheit mit der zartfühlenden Aufschrift «Flüchtlinge fressen» in einer «Bun­deserpressungskonferenz» aufgeblasen hatte, schlaff in sich zusammen: Kein Flüchtling wurde gefressen, und kein Syrer gelangte an Bord der «Joachim 1» von Izmir nach Berlin Tegel. Denn beides hatte das ZPS in seiner Aktion ul­timativ verknüpft: Um die Bundesre­gierung zu erpressen, ein Flugzeug mit Füchtlingen in Tegel landen zu lassen, wollten sich Freiwillige von Tigern auffressen lassen.

 

Sie sitzen noch immer ohne Visum in der Türkei fest, die 100 Menschen, die auf der Website des Zentrums für politische Schönheit den «lieben Joachim» (Gauck) um präsidentialen Beistand anflehten bei der Aufhebung ihrer Einreiseschwierigkeiten. Falls sie tatsächlich gehofft haben sollten, auf diesem Weg im Familiennachzug zu ihren «Liebsten», wie das Zentrum es ausdrückte, nach Deutschland zu kommen, dürften sie den Humanismus ihrer freiwilligen Helfer vom ZPS durchaus so «aggressiv» finden, wie Philipp Ruch & Co ihn selbst kokett etikettieren.

 

Befürchten muss man das nicht wirklich. Vermutlich sind die Website-Flehenden so ...

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Theater heute August/September 2016
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Barbara Burckhardt

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