Letzte Hoffnung Regression

Bonn Park «Rückkehr zu den Sternen» im Schauspielhaus Düsseldorf

Theater heute - Logo

Wenn die Welt so düster wird, braucht man den Blick in eine helle Zukunft. Den bietet uns Bonn Park mit seiner Weltraumoper «Rückkehr zu den Sternen». Aber um diesen Blick ins lichte 24. Jahrhundert zu tun, muss man vergessen. Alles vergessen, was man über die Gegenwart weiß. 

Vorbild ist die Achtziger-Jahre-Fernsehserie «Raumschiff Enterprise», basierend auf der US-amerikanischen «Star Trek»-Serie aus den Sechzigern.

Ganz wie damals sehen wir die Komman -dozentrale eines bequemen Raumschiffs, in dem eine nette Mannschaft verschiedener menschenähnlicher Spezies durch den Kosmos saust, um unbekannte Planeten aufzuspüren. Irgendwelche hypermoderne Technik sieht man nicht, nur die oberflächliche Andeutung von Tastaturen und Bildschirmen. Alles nur bemalte Kulissen, Pappmaché und Sperrholz. Das nennt sich Retrofuturismus (Bühne: Julia Nussbaumer und Jana Wassong). 

Diese spitzschultrige Crew gerät nun in die Fänge der Bewohner eines Eisplaneten. Zur Landung gezwungen, stellt sich heraus, die Eiskö -nigin (Lioba Kippe) einer Spezies namens Zahara will ein Besatzungsmitglied zurück. Commander Ortiz (Lea Ruckpaul) stammt nämlich von diesem Planeten. Sie soll zurückkehren, um zu sterben. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2022
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Gerhard Preußer

Weitere Beiträge
Sprünge durch Zeit und Raum

Zweimal schon musste die Jury erklären, warum sich keine spontane Flut von Corona-Dramatik über die deutschsprachige Theaterlandschaft ergossen hat. Jetzt, zur dritten Ausgabe der Mülheimer Theatertage seit Pandemie-Beginn, gibt es jedoch ein Stück mit dem sperrigen Titel «Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!»: Elfriede Jelinek, die seit Jahrzehnten an den...

Smells like Jugendzentrum

Willkommen im alternativen Jugendzentrum, nur echt mit Bühnenelementen aus Bierkästen und cooler Riot-Girls-Band, die mit Elektropunk einmal so richtig vom Leder zieht. In diesem Setting lassen Regisseurin Kathrin Brune und Kostüm- und Bühnenbildnerin Pia Wessels im Chemnitz die Uraufführung von Paula Irmschlers Debütroman «Superbusen» von der Leine. 

Tatsächlich...

Sterben, dekorativ

Der kleine Prinz ist zurück. Er trägt einen gelben Schal zum grünen Hemd und findet nach einer langen Reise den Heimweg nicht mehr. Nur der tödliche Biss einer Schlange kann ihn zurückbringen zu seiner Rose, die ihn braucht. Arne De Tremerie stürzt längs hin. So kann er aussehen, der Theatertod. 

Der kleine Prinz war De Tremeries erste Theaterrolle, da war er noch...