«Klar, dass wir wieder alles versauen!»
Für die Theater waren die Corona-Lock- downs 2020 und 2021 eine traumatische Erfahrung. Für das Ökosystem weniger: Nur kurze Zeit standen Fabriken, Verkehrsmittel und öffentliches Leben still, und schon schien sich die Natur vom Einfluss des Menschen zu erholen, schon verzog sich der Smog, und die Verschmutzung der Ozeane ging spürbar zurück.
Diese Erkenntnis ist die Basis für das Stück «Der lange Schlaf» des australischen Dramatikers Finegan Kruckemeyer: Wenn der Mensch eine Weile keinen Einfluss auf die Natur nehmen, quasi in Winterschlaf treten würde, dann ließe sich womöglich der bevorstehende Ökozid verhindern?
Ausführlich beschreibt Kruckemeyer die Vorbereitungen für die einjährige Auszeit, ange -siedelt im Jahr 2030: In der australischen Hauptstadt Canberra diskutiert die Regierungsberaterin Emily Metcalfe (Sandra Gerling) mit dem Journalisten Mark (Matti Krause), ob es ethisch vertretbar sei, die Weltbevölkerung (teils gegen deren Willen) in Tiefschlaf zu versetzen. In Los Angeles wird das Geschehen in einer Fernsehshow kommentiert. In Lagos, Bogotá und im tadschikischen Duschanbe haben sich unterschiedliche Familienkonstallationen («Der lange Schlaf» liefert wie nebenbei ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute März 2023
Rubrik: Aufführungen, Seite 6
von Falk Schreiber
Im November 2022 hob der Woiwode der Region Masowiens, Konstanty Radziwiłł, die Anordnung des Warschauer Präsidenten Rafał Trzaskowski über die Ernennung der Theaterregisseurin Monika Strzepka zur Leiterin der größten Bühne der Stadt, des Teatr Dramatyczny, auf. Seine Entscheidung sorgte für Aufruhr in der polnischen Theaterlandschaft und löste hitzige Debatten in...
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
15. Schiller, Kabale und Liebe
R. Catharina Fillers
AACHEN, THEATER
2. nach Hesse, Der Steppenwolf
R. Lilli-Hannah Hoepner
10. Schmalz, dosenfleisch
R. Sebastian Martin
11. Shakespeare, Was ihr wollt
R. Christina Rast
ALTENBURG/GERA, THEATER
10. nach Böll, Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen...
Ein schöner Don Carlos. Immer in Bewegung und so elastisch tänzelnd. Feingliedrig, als hätte er Gummigelenke. Auch sein Blankvers: eins a geschmeidig und so schön weich moduliert. Der Schauspieler Felix Strobel ist ein Charismatiker, auch stimmlich. Vielleicht hat man deshalb in Stuttgart das K in Schillers «Don Karlos» im Titel zum C umgebogen. Am hiesigen...
