Impotenz! Gier! Selbstgefälligkeit!
Wut ist eine sekundäre Emotion. Menschen können Wut empfinden, wenn sie gerade mit etwas emotional Unmittelbarem zu kämpfen haben. Wenn wir zu kämpfen haben, weil wir mit Angst oder Traurigkeit oder auch Freude zurechtkommen müssen, kann es sein, dass sich dieser Kampf in Wut manifestiert.
Ich weiß nicht so recht, ob ich Wut für besonders inspirierend halte. Ich schreibe normalerweise aus einer Position des Zweifels oder der Verwirrung heraus. Wenn ich emotional auf etwas reagiere, das ich nicht verstehe, kann das dazu führen, dass ich darüber schreiben will.
Manchmal, um das Phänomen oder die Erfahrung zu ergründen und mir einen Reim darauf zu machen. Manchmal, weil ich etwas Zerbrochenes wiederherstellen oder etwas Unvollständiges vervollständigen will.
Wut hingegen beengt und blockiert.
Kann sein, dass diese Emotion die Kreativität nicht gerade beflügelt – immun bin ich trotzdem nicht gegen sie.
Der Premierminister
David Cameron ist der Premierminister von Großbritannien. Er ist Vorsitzender der konservativen Partei, jener politischen Partei, die in meinem Land in Koalition mit den Liberaldemokraten regiert.
Ich weiß nicht, ob man sich an seine Regierung später wegen ihrer ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Simon Stephens, Seite 42
von Simon Stephens
Irene Bazinger, «Frankfurter Allgemeine Zeitung»
Deutschsprachiges Stück: Ewald Palmetshofer «tier. man wird doch bitte unterschicht»
Ausländisches Stück: Lucy Prebble «Enron»
Inszenierung und Dramaturgie: Marius von Mayenburg, Mayenburg «Perplex», Schaubühne Berlin
Bühnenbild/ Kostüme: Bühne: Katja Haß, Herzberg «Über Leben», Deutsches Theater Berlin Kostüme: Bert...
Ich soll nun schreiben «Ich habe eine Wut auf ...», bin aber das Gegenteil eines «angry old man» und denke so oft an mein momentanes Wohlergehen, dass ich dazu neige, solche «Wutgefühle» wegzupusten, auch um dadurch zu vergessen, zu verdrängen: Sie würden meiner übriggebliebenen Kreativität oder Lust auf Theater, Oper und Literatur im Wege stehen. Es halten mich...
Heute, gestern oder in naher Zukunft. «In der ausgeräumten Chefetage eines längst aufgegebenen Hochhauses», wie der Autor den Spielort der ersten Szene mit dem Titel «Ich bin da» beschreibt, treffen sich nach langer Zeit zwei alte Freunde aus Studententagen: ICH und ER, beide mittlerweile Anfang fünfzig. Einst wollten sie die Sterne vom Himmel holen, so viel Liebe...
