Ich kann nur Krieg
Plötzlich / aus dem Schlaf schrecken» lauten die ersten Worte in Thomas Freyers neuem Stück «Ajax», in dem er den trojanischen Krieg mit der Gegenwart verschneidet. Das böse Erwachen wird im Verlauf des Geschehens nicht nur die gleichnamige Hauptfigur treffen. Zunächst ist es jedoch der zehnjährige Jonathan, der in der «nächtlichen Stille» das Bett verlässt und «in der fernen Dunkelheit /ein schmales Gleißen» sieht, «als / würde hinter dem Feld / ein Stück Welt in Flammen / stehen …».
Das Einfamilienhaus, in dem der Junge entfernt beginnende Gefechte in Europa erspürt, wird für ihn und seine Mutter Christiane zur alptraumhaften Kulisse, als sich der Vater in Verschwörungserzählungen über Gründe und Ausweitung von Kampfhandlungen zwischen Griechen und Trojanern verstrickt.
Wie hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine das Schreiben Thomas Freyers beeinflusst, dessen Stücke immer wieder gesellschaftliche Erschütterungen und Verdrängungen verhandeln? «Für mich war klar, dass ich das Thema Krieg aus meiner nächsten Arbeit nicht heraushalten kann. Gleichzeitig aber kann und will mein Schreiben nicht versuchen, Schritt zu halten mit den immer aktuellen Nachrichten. Deshalb der ...
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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Neue Stücke, Seite 145
von Uta Girod
Ich verzichte auf: Unnötige Autofahrten – außer Eishockeytaschen und Eishockeyspieler müssen transportiert werden, scheint das sehr gut aufzugehen. Manchmal wäre es hilfreich, wenn die Bahn nicht so willkürlich geworden wäre, dass man manchmal einfach in Darmstadt oder Basel Bad so mir nichts dir nichts nachts gestrandet wäre … «Nein, also das nächste Mal fahre ich...
Gleich zu Beginn des Jahrtausends hat BP folgende rhetorische Frage mit 250 Millionen Werbeetat ins Rennen geschickt: Sollten wir nicht alle individuell was ändern müssen? Wir, die Konsum-Mäuse, anstelle der großen Player. Ab 2001 jedenfalls konnte maus auf der BP-Website nachrechnen, was für einen Fußabdruck sie täglich hinterließ. So ein Käse! Die großen...
Das Deutsche Theater Berlin ist das «Theater des Jahres»! 10 von ingesamt 46 Kritiker:innen gaben dem ehrwürdigen Haus in der Reinhardtstraße ihre Stimme, weit vor den beiden Zweitplatzierten Staatsschauspiel Dresden und dem Maxim Gorki Theater mit jeweils 3 Stimmen. Oder haben sie insgeheim den Intendanten geehrt, den sich nun doch noch nicht ganz in den Ruhestand...
