Herummatschen bis zur Schnappatmung

In Stuttgart gibt es zum Saisonende zweimal glänzendes Schauspieler:innentheater zu sehen – in der Uraufführung von Roland Schimmelpfennigs «Sommersonnenwende» und mit Wolfram Lotz’ «Die Politiker»

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Am Ende herrscht Chaos auf der Bühne: äußeres Bild als Ergebnis innerer Vorgänge. Ist ja ein alter Theatertrick: in Ordnung beginnen, zum Beispiel auf einer leeren, schwarz ausgekleideten Bühne. Dann Stück für Stück selbige verdrecken mit Erde, Schlamm, Lametta und Rotweinblut. Der Scheinwerferhimmel senkte sich Stück für Stück ab und engt nun ein. Gießkannen, Putzzeug, Gartenplastikstühle, Büffetbehälter – vom Ensemble mit auf die Bühne gebracht – liegen unordentlich und verstreut im Raum herum (Bühne Claudia Kalinski).

Die Kleidung der vier Darstellenden, so noch vorhanden, sieht auch nicht viel besser aus (Kostüme Katja Strohschneider).

Die Uraufführung von Roland Schimmelpfennigs neuem Stück «Sommersonnenwende» gelingt am Stuttgarter Schauspielhaus ganz hervorragend, weil sie vom Publikum Abstraktions- und Imaginationsfähigkeit einfordert, feiert und entsprechend auf die Kunst des Schauspiels vertraut.

Schwer erziehbare Haustiere
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Theater heute August-September 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Verena Großkreutz

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